Bei einer Anhörung vor einer Militärkommission hatte Hicks im August 2004 seine Unschuld beteuert. Vater Terry Hicks warf der US- Armee vor, seinen Sohn nach der Gefangennahme auf «sehr unangenehme Weise misshandelt» zu haben. Hicks wurde im Dezember 2001 in Afghanistan gefangen genommen und im Januar in das US- Militärgefangenenlager Guantánamo auf Kuba ausgeflogen. In der Anklage wird ihm vorgeworfen, von 1999 bis 2001 mit extremistischen Gruppen auf dem Balkan, in Pakistan und in Afghanistan trainiert und zusammengearbeitet zu haben. Hicks kämpfte 1999 in der «Kosovo-Befreiungsarmee» (UCK).
Im Jahr 2001 soll der Australier in einem Al-Qaeda-Lager ausgebildet worden sein und dort auch Bin Laden getroffen haben. Nach dem neuen Anti-Terror-Gesetz der USA haben Terrorverdächtige, die als so genannte «ungesetzliche feindliche Kämpfer» eingestuft werden, weniger Rechte als Kriegsgefangene. Sie können beispielsweise nicht alle gegen sie vorgebrachten Beschuldigungen einsehen.
Bei Strafprozessen vor Militärkommissionen dürfen die Richter auch Beweise verwenden, die durch Hörensagen oder offensichtliche Anwendung von Zwang gewonnen wurden. (nz/dpa)