19. Feb 2007 12:18
Bis Ende dieses Jahres soll David Hicks aus Guantánamo entlassen werden. Darauf verständigten sich Australiens Regierung und die USA.
US-Militärstaatsanwälte hatten den Ende 2001 in Afghanistan festgenommenen Mann beschuldigt, Terroristen unterstützt zu haben. Wie die USA und Australien jetzt vereinbarten, soll Hicks in Kürze formell angeklagt werden. Sollte er für schuldig befunden werden, könnte er seine Strafe in seiner Heimat verbüßen.Downer ging davon aus, dass Hicks bei einem raschen Prozessverlauf bis Ende des Jahres wieder in Australien sein kann. Der Fall des Guantánamo-Häftlings hat die Regierung in Canberra im eigenen Land unter erheblichen Druck gebracht.
Laut US-Vertretern gab Hicks zu, in einem Lager des Terrornetzwerks Al Qaeda in Afghanistan ausgebildet worden zu sein. Vor seiner Festnahme habe er einen Panzer der radikal-islamischen Taliban an dem von alliierten Truppen bombardierten Flughafen von Kandahar bewacht. Ob er auch in Kämpfe gegen ausländische Truppen verwickelt war, ist demnach unklar.
Nach Angaben der Anwälte des Australiers hat die lange Einzelhaft bei ihrem Mandanten psychische Störungen hervorgerufen. (nz)