FBI beobachtete Misshandlungen in Guantánamo
03.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Andere Gefangene seien bei heruntergeregelter Klimaanlage «zitternd vor Kälte» oder in ungelüfteten, brütend heißen Räumen eingesperrt gewesen. In einem Fall hätten die Peiniger den «Kopf eines vollbärtigen Häftlings mit Klebeband umwickelt», einen weiteren habe man in eine israelische Flagge gehüllt.
Für die Dokumente hatten Experten alle 493 FBI- Mitarbeiter befragt, die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in dem Gefangenenlager waren. Die Untersuchung, die am Dienstag der Amerikanischen Union für Bürgerrechte (ACLU) übergeben wurde, habe auch ergeben, dass kein FBI-Mitarbeiter an Misshandlungen oder fragwürdigen Verhörmethoden beteiligt gewesen sei, heißt es in dem Bericht.
Zum Teil waren die dokumentierten Fälle schon bekannt. Die relevanten Unterlagen hat die Bürgerrechtsunion für ihren Rechtsstreit im Interesse der Misshandelten angefordert. ACLU hat wegen der Vorfälle in Guantanamo den früheren US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld verklagt. (nz)

