Polizei-Gewerkschaft rügt Airport-Sicherheit
21.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Gewerkschaftschef Konrad Freiberg sagte der in Hannover erscheinenden «Neuen Presse», dass die Luftsicherheit «der zentrale Angriffspunkt für Terroristen» sei. Es gebe leider Sicherheitslücken, angefangen bei den Kontrollen durch private Sicherheitsdienste am Frankfurter Flughafen.
Laut Presseberichten wollte eine Gruppe von Islamisten auf dem Flughafen Frankfurt am Main einen Bombenkoffer in einer Maschine der israelischen Fluggesellschaft El Al platzieren.
«Von Sicherheit kann man da eigentlich guten Gewissens nicht reden«, sagte Freiberg mit Blick auf die Lage an den Flughäfen. »Bei Tests durch die Bundespolizei gab es Fehlerquoten von 30 bis 50 Prozent und das seit Jahren.»
Generalbundesanwältin Monika Harms leitete am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen sechs Beschuldigte wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie deren Unterstützung eingeleitet.
Die Verdächtigen waren am Freitag vorläufig festgenommen, aber am Samstag - bis auf einen wegen einer anderen Tat in Haft sitzenden Beschuldigten - wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Nach den offiziellen Angaben der Karlsruher Ermittler vom Montag hatten mehrere Verdächtige bereits eine Person mit Zugang zum Sicherheitsbereich eines Flughafens dazu überredet, gegen Geld einen Koffer oder eine Tasche mit Sprengstoff in eine Verkehrsmaschine zu schmuggeln. Allerdings seien sich die Beteiligten nicht über die Höhe des Terrorlohns einig geworden.
Die Bundesanwaltschaft bestätigte lediglich, dass es sich um Ausländer mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz und Hessen handelt. Dort wurden auf Anordnung des Bundesgerichtshofs neun Wohnungen durchsucht. (nz)

