Jung verteidigt KSK gegen Foltervorwürfe
Jung warb zugleich um Zustimmung zur Verlängerung des Mandats «Enduring Freedom»: «Gerade angesichts der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan wäre es fahrlässig, das Mandat nicht zu verlängern.» Am Mittwoch wird eine weitere deutsche Beteiligung an dem Anti-Terror-Einsatz im Kabinett beraten. Entscheiden muss dann der Bundestag.
Grünen-Chefin Claudia Roth hatte sich in der vergangenen Woche ähnlich geäußert. Das KSK steht in der Kritik, seit der ehemalige Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz berichtet hatte, er sei in einem US-Gefängnis in der südafghanischen Stadt Kandahar von Soldaten der Bundeswehr misshandelt worden. Dabei könnte es sich um KSK-Angehörige gehandelt haben.
Das Verteidigungsministerium räumte inzwischen ein, dass deutsche Soldaten Kontakt zu Kurnaz hatten. Es wies aber die Misshandlungsvorwürfe zurück. Der Fall wird einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss beschäftigen. Dazu wird der Bundestags- Verteidigungsausschuss mit den entsprechenden Rechten ausgestattet. (nz)

