Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Jung verteidigt KSK gegen Foltervorwürfe

22. Okt 2006 12:04
Verteidigungsminister Jung
Bild vergrößern
In der Debatte um Ex-Guantanamo-Häftling Kurnaz hat Verteidigungsminister Jung das Kommando Spezialkräfte in Schutz genommen. Er warb zugleich für eine Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes.

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat nach den Foltervorwürfen gegen KSK-Soldaten demonstrativ die Arbeit des Kommandos Spezialkräfte gelobt. Die Einheit leiste «Wichtiges für die Sicherheit Deutschlands und für die Sicherheit deutscher Soldaten im Ausland», sagte er der »Welt am Sonntag«.

Mehr in der Netzeitung:
  • Kontrollgremium für KSK gefordert 21. Okt 2006 08:10, ergänzt 12:31
  • KSK soll trotz Kritik in Afghanistan bleiben 20. Okt 2006 14:24, ergänzt 20:27
  • Zweifel an KSK-Einsatz in Afghanistan 20. Okt 2006 07:34, ergänzt 08:50
  • FDP will Scharping- Aussage zu Kurnaz 20. Okt 2006 08:14
  • SPD für Ende von KSK-Einsatz in Afghanistan 19. Okt 2006 21:53
  • «In einem Teil der Öffentlichkeit wird ein falsches Bild gezeichnet», fügte er hinzu. «Die Vorgänge, die mittlerweile fünf Jahre alt sind, klären wir auf.» Er wolle verhindern, dass die KSK in Verruf gerieten, so der Minister.

    Jung warb zugleich um Zustimmung zur Verlängerung des Mandats «Enduring Freedom»: «Gerade angesichts der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan wäre es fahrlässig, das Mandat nicht zu verlängern.» Am Mittwoch wird eine weitere deutsche Beteiligung an dem Anti-Terror-Einsatz im Kabinett beraten. Entscheiden muss dann der Bundestag.

    Grünen zeigen sich skeptisch

    Die Grünen sind laut ihrem verteidigungspolitischen Sprecher Winfried Nachtwei gegen einen weiteren Einsatz der KSK für diese Operation. «Es gibt bei uns eine erhebliche Skepsis, ob die Teilnahme an der Operation noch zweckmäßig und verantwortbar ist», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

    Grünen-Chefin Claudia Roth hatte sich in der vergangenen Woche ähnlich geäußert. Das KSK steht in der Kritik, seit der ehemalige Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz berichtet hatte, er sei in einem US-Gefängnis in der südafghanischen Stadt Kandahar von Soldaten der Bundeswehr misshandelt worden. Dabei könnte es sich um KSK-Angehörige gehandelt haben.

    Das Verteidigungsministerium räumte inzwischen ein, dass deutsche Soldaten Kontakt zu Kurnaz hatten. Es wies aber die Misshandlungsvorwürfe zurück. Der Fall wird einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss beschäftigen. Dazu wird der Bundestags- Verteidigungsausschuss mit den entsprechenden Rechten ausgestattet. (nz)

     
    DruckenVersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
     
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zu weiteren Bildergalerien
    Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
     
    Anschlagsserie mit Dutzenden Toten: 
    13-Jährige sprengt sich im Irak in die Luft
    Nach dem Tod von acht Zivilisten: 
    Syrien kritisiert «Aggression» der US-Armee
     
     
    «Außergewöhnliche Umstände»: 
    Merkel und Sarkozy wollen Stabilitätspakt lösen
    Alternative Energien, alternative Lieferanten: 
    Brüssel macht sich auch für Atomkraft stark
    Live Top 5
    netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
    Aus anderen Ressorts
    Zur Autogazette

    Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
     
    Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.