netzeitung.deClintons kritisieren Anti-Terror-Kampf Bushs

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Bill und Hillary Clinton (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bill und Hillary Clinton
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Die Regierung von US-Präsident Bush und Ex-Regierungschef Clinton haben sich gegenseitig der Untätigkeit im Kampf gegen den Terror beschuldigt. Auch die potenzielle Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton griff in die Debatte ein.

Zwischen der US-Regierung und dem früheren Präsidenten Bill Clinton ist ein öffentlicher Streit darüber ausgebrochen, wer von beiden im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Qaeda mehr Fehler gemacht hat. In die Debatte schaltete sich am Dienstag Clintons Frau Hillary ein. «Wenn mein Mann und sein nationales Sicherheitsteam einen geheimen Bericht mit dem Titel 'Bin Laden entschlossen, innerhalb der Vereinigten Staaten anzugreifen' gezeigt bekommen hätten, hätte er das ernster genommen, als es offenbar von unserem gegenwärtigen Präsidenten und seinem nationalen Sicherheitsteam genommen wurde», sagte Hillary Clinton.

Die Senatorin bezog sich damit auf einen Geheimbericht, den Bush im August 2001 erhielt. Nach Ansicht der Demokraten zeigt der Bericht, dass Bushs Regierung nicht genügend unternahm, um der wachsenden Bedrohung durch Al Qaeda zu begegnen. Damals war Condoleezza Rice Bushs Sicherheitsberaterin.

Ex-Präsident Clinton war in einem Interview der Fernsehsendung «Fox News Sunday» gefragt worden, warum er nicht mehr zur Bekämpfung der Al Qaeda getan habe. Das sei der Unterschied zwischen ihm und jenen, die ihn nun angriffen, antwortete er. «Sie haben sich darüber lustig gemacht, dass ich es versucht habe (Osama bin Laden zu töten). Sie hatten acht Monate, es zu versuchen. Sie haben es nicht versucht.»

Außenministerin Rice reagierte darauf am Montag bei einem Treffen mit Redakteuren der Tageszeitung «New York Post» mit den Worten, was die Regierung Bush in den acht Monaten nach ihrem Amtsantritt getan habe, sei mindestens so aggressiv gewesen wie das, was Clintons Regierung unternommen habe. Zu glauben, dass die Bush-Regierung acht Monate lang nur zugesehen habe, sei schlicht falsch. Außerdem widersprach sie Clintons Äußerung, er habe seinem Nachfolger eine umfassende Antiterrorstrategie hinterlassen. Dies sei nicht der Fall gewesen, sagte sie. (nz)