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«CIA und FBI haben viel zu schlecht gearbeitet»

08. Sep 2006 17:53
Dirk Laabs
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Verschwörungstheorien rund um den 11. September sind für den Terrorexperten Laabs verständlich - aber nicht schlüssig. Die US-Geheimdienste wären gar nicht in der Lage gewesen, so etwas zu organisieren, sagt er im Interview.

Der Terrorismusexperte und Filmemacher Dirk Laabs hält Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit dem 11. September 2001 für unhaltbar. «Ich bin immer wieder überrascht, dass sich diese Theorien so hartnäckig halten», sagt er im Interview mit dem Berliner Radiosender 100,6 Motor FM. Er habe mehrere Terrorprozesse verfolgt, in denen alle Beweise für die Vorgänge der Terror-Anschläge in den USA ausgebreitet worden seien. «Insofern kann ich mir das nur so erklären, dass die Attentate vom 11. September so erschütternd waren, dass die Leute als Kompensation andere Erklärungen suchen.»

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Es sei offensichtlich für manche schwierig zu akzeptieren, «dass eine kleine Gruppe arabischer Männer so ein gigantisches Verbrechen begehen» könne. Das führe zu Verschwörungstheorien. Laabs ist sich sicher. «Das CIA und das FBI wären gar nicht in der Lage, so eine Verschwörung zu organisieren», sagt er im Interview. Seine Begründung lässt die US-Geheimdienste in recht schlechtem Licht erscheinen: Sie hätten «viel zu unprofessionell gearbeitet» vor dem 11. September, sagt der Terrorexperte, «schlecht und schlampig».

Er erkenne derzeit eine «Mode, diesen Verschwörungstheorien nachzuhängen, und das gibt es ja nicht nur zum 11. September, sondern auch zum Kennedy-Attentat und anderen historischen Ereignissen». Eine Mitschuld daran sehe er bei den Medien, die «nicht immer auf dem allerhöchsten Niveau» berichten würden.

Danach gefragt, ob er die deutschen Behörden im – präventiven – Kampf gegen Terror gut aufgestellt sehe, sagt Laabs dem Radiosender, beim Bundesamt für Verfassungsschutz und den Landesämtern sei nach dem 11. September «sehr viel in Bewegung» gekommen. «Man redet natürlich nicht sehr oft öffentlich darüber, aber es sind sehr viele Informanten rekrutiert worden, man geht ganz anders mit der Szene hier um, und ich glaube, dass die Behörden auf einem sehr guten Wege sind.» Als Beispiel nennt der Terrorexperte die verstärkte Beobachtung von islamistischen Gruppierungen.

Das vollständige Interview können Sie in der Sendung «Sonntags ab zehn» auf 100,6 Motor FM hören oder im Internet: www.netzeitung.de/audio.

 
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