03. Sep 2006 11:54, ergänzt 18:01
Einer der irakischen Anführer der Terrororganisation Al Qaeda, Saidi, ist gefasst worden. Nach seiner Vernehmung konnten elf weitere Führungsmitglieder des Netzwerks in Gewahrsam genommen werden.
Saidi sei unter anderem für den Bombenanschlag auf ein Heiligtum der Schiiten in der Stadt Samarra im Februar verantwortlich, sagte Rubaie weiter. Die so genannte «Goldene Moschee» gilt als eines der wichtigsten Heiligtümer schiitischer Muslime. Die Tat verschärfte die Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten und führte zu blutigen Vergeltungsanschlägen. Hinweise auf Saidis Aufenthaltsort erhielten die irakischen Behörden laut Rubaie nach dem Tod des Al-Qaeda-Führers Abu Mussab al Zarqawi, der am 7. Juni bei einem US-Luftangriff getötet wurde.Saidi, der auch als Abu Humam oder Abu Rana bekannt gewesen sei, sei in einem Wohnhaus entdeckt worden und habe bei seiner Festnahme Frauen und Kinder als Schutzschilde einsetzen wollen. Mit ihm seien mehrere seiner Berater und Anhänger aufgegriffen worden. Saidi habe Informationen geliefert, die zur Festnahme oder Tötung von elf anderen Führungsmitgliedern von Al Qaeda im Irak geführt hätten. Das Terrornetzwerk leide nun unter einer «schweren Führungskrise».
Saidis Vorgänger Zarqawi war Anfang Juni bei einem US-Luftangriff nordöstlich von Bagdad getötet worden. (nz)