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Verwirrung bei Kofferbomber- Fahndung

25. Aug 2006 14:33, ergänzt 17:02
Ermittler mit Gasflasche, wie sie in den Sprengsätzen steckte
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Im badischen Konstanz hat die Polizei einen dritten Kofferbomber- Verdächtigen gefasst und Studenten-Wohnheime durchsucht. Über eine Festnahme eines Vierten gab es widersprüchliche Informationen.

Im Zuge der Ermittlungen zu den fehlgeschlagenen Anschlägen auf zwei Regionalzüge in Nordrhein- Westfalen hat die libanesische Polizei einen Angehörigen des am Samstag in Kiel festgenommenen Terrorverdächtigen Youssef Mohamad E. H. als Zeugen vernommen. Innenminister Ahmed Fatfat dementierte eine Mitteilung der Polizei, wonach der 24 Jahre alte Mann ebenfalls unter Terrorverdacht stehen soll.

Zuvor hatte die libanesische Polizei informiert, sie habe den Mann als Verdächtigen festgenommen. Generalstaatsanwalt Said Mirsa wurde zitiert, der Mann sei 24 Jahre alt und stamme aus dem Dorf Sindianeh in der nordlibanesischen Provinz Akkar.

Am Donnerstag hatte sich der Polizei im libanesischen Tripoli bereits der per internationalem Haftbefehl gesuchte Jihad H. gestellt, ein 20-jähriger Libanese. Deutsche und libanesische Ermittler hätten ihn vernommen. «Wir haben den deutschen Ermittlern erlaubt, (dem Verhör) beizuwohnen und Jihad Hamad auch zu verhören», sagte Innenminister Ahmed Fatfat. Erste Befragungen hatten die Ermittler auf die Spur des 24-Jährigen Verwandten von E.H. gebracht.

Fast zeitgleich nahm die deutsche Polizei am Freitag im badischen Konstanz einen dritten Verdächtigen fest. Der Mann stamme aus dem Umfeld des bereits am Samstag in Kiel verhafteten mutmaßlichen Kofferbomben-Attentäters Youssef Mohamad E. H., teilte die Bundesanwaltschaft mit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ist er ebenfalls Libanese. Wie den beiden zuvor Verhafteten werde ihm Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, versuchter Mord in einer Vielzahl von Fällen und das versuchte Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen.

Der Festnahme des dritten Verdächtigten in Konstanz vorausgegangen war ein Polizeieinsatz in zwei Studentenheimen der Stadt, bei dem die Ermittler mehrere Zimmer durchsuchten. (nz)

 
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