18. Aug 2006 14:38
Bei den beiden Ende Juli in Regionalzügen entdeckten Kofferbomben fanden Ermittler Schriftzeichen und Telefonnummern aus dem Libanon. Das erhärtet bei den Fahndern den Verdacht eines terroristischen Hintergrunds.
Die beiden Sprengsätze hätten etwa zehn Minuten vor Eintreffen der beiden Züge explodieren sollen. Die Bundesanwaltschaft geht von einer inländischen terroristischen Vereinigung aus, wie Bundesanwalt Rainer Griesbaum erklärte. Das Bundeskriminalamt habe am Freitagmorgen eine öffentliche Personenfahndung gestartet. Die beiden Kofferbomben waren am 31. Juli in Regionalzügen in Koblenz und Dortmund abgelegt worden.
Die Ermittler werten unter anderem Bilder von Überwachungskameras des Kölner Hauptbahnhofs aus, auf denen zwei Personen zu sehen waren, die offenbar die Kofferbomben transportierten. (nz)