Offenbar britischer Al-Qaeda-Chef gefasst
13.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Dem Mann werde unter anderem vorgeworfen, den Planer eines früheren Anschlags zur Ausbildung in ein Terrorlager nach Pakistan geschickt zu haben, hieß es. Mitarbeiter des Geheimdienstes MI5 halten den Extremisten demnach für den Chef eines britischen Netzwerks, das mit Terrorzellen in Kaschmir, Nordafrika und im Irak zusammenarbeitet.
Scotland Yard vermutet, dass in die Planungen für die Anschläge auf Flugzeuge mindestens 20 Terroristen involviert waren. Die US-Behörden gehen sogar von bis zu 50 Beteiligten aus. Nach bisherigen Erkenntnissen wollten sie Flüssigsprengstoff an Bord von neun britischen und amerikanischen Passagiermaschinen zur Detonation bringen. Im Visier sollen sie Flugzeuge gehabt haben, die von London Heathrow und drei weiteren britischen Flughäfen starten sollten.
Mindestens zwei Verdächtige seien bei den Razzien in der Nacht zum Donnerstag der Polizei entkommen, so die Zeitung. Obwohl sie bei den Planungen keine größere Rolle gespielt zu haben scheinen, werde befürchtet, dass sie nun auf eigene Initiative Terrorakte ausführen könnten.
Laut pakistanischen Geheimdienstkreisen sei einer der nun festgenommen Männer bereits nach den Londoner Anschlägen vom 7. Juli 2005 in Gewahrsam genommen worden, berichtet der «Guardian». (nz)

