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Lupe Kriminalbeamte warnen vor Flüssigsprengstoff

Die Londoner Täter wollten Flüssigsprengstoff in Sportwasserflaschen an Bord von Flugzeugen schmuggeln. Dass diese Möglichkeit besteht ist seit langem bekannt, sagen deutsche Sicherheitsbehörden.

Flüssigsprengstoff stellt nach Ansicht des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ein erhebliches Sicherheitsrisiko an Flughäfen dar. Das sprengfähige Chemikaliengemisch TATP, wie es vermutlich die Terrorverdächtigen in Großbritannien verwenden wollten, könne von den derzeit eingesetzten Detektoren nicht identifiziert werden, teilte der BDK am Freitag mit. Entsprechend ausgebildete Spürhunde stünden aber auch nicht zur Verfügung.

«Diese Umstände sind den deutschen Sicherheitsbehörden seit längerem, mindestens jedoch seit einem Jahr bekannt, so kann man mit der Terrorgefahr nicht umgehen», kritisierte der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen. Hinter der chemischen Bezeichnung TATP verbirgt sich den Angaben zufolge ein Gemisch aus frei käuflichen Flüssigkeiten eines Bau- oder Drogeriemarktes wie Pinselreiniger und Haarbleichmittel. Anleitungen zur Gemischherstellung gebe es im Internet.

Jansen forderte, dem Einstellen solcher Anleitungen ins Internet müsse ein Riegel vorgeschoben werden. «Wenn wir nicht in der Lage sind zu identifizieren wer diese Seiten einstellt oder runter lädt, fehlt uns ein wichtiger Ermittlungsansatz zur Verhinderung von Terroranschlägen», kritisierte Jansen. (nz)