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Großbritannien sperrt Konten Verdächtiger

11. Aug 2006 07:05, ergänzt 09:58
Passagiere aus London werden am Flughafen von Angeles von Verwandten begrüßt
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Die Bank of England hat die Namen der meisten festgenommenen Terrorverdächtigen veröffentlicht, die Flugzeuge sprengen wollten. Ihre Konten wurden gesperrt.

Großbritannien hat die Konten von 19 der festgenommenen Terrorverdächtigen sperren lassen. Die Bank of England, die die Anweisung des Finanzministeriums umsetzte, gab am Freitagmorgen zugleich eine Liste der Namen der Betroffenen heraus. Bei den meisten der aufgeführten Verdächtigen handelte es sich um Einwohner Londons, viele Namen klangen muslimisch.

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Unterdessen wurden weitere Einzelheiten zu den Vorbereitungen der Anschläge bekannt. Aus Pakistan seien größere Summen an zwei der möglichen Drahtzieher des Komplotts geschickt worden, berichtet die britische Zeitung «The Times» unter Berufung auf amerikanische Quellen. Von diesem Geld hätten die Terroristen wahrscheinlich die Flugtickets gekauft, hieß es.

Bislang wurden in Großbritannien 24 Verdächtige festgenommen. Nach Informationen der «Times» sind unter ihnen zwei Personen westlicher Herkunft, die zum Islam konvertiert sind. Mehrere Festgenommene waren der Polizei bereits wegen extremistischer Handlungen bekannt. Auch in Pakistan seien mehrere Menschen in Gewahrsam genommen worden, unter ihnen auch Mitglieder der radikal-islamischen Gruppe Lashkar-i-Taiba, die mit Anschlägen in Indien in Verbindung gebracht wird.

Britischer Agent infiltrierte Extremisten

Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf Regierungskreise in Washington, ein britischer Geheimagent habe die Extremistengruppe infiltriert und den Behörden Informationen über die Anschlagspläne weitergeleitet.

Die britische Polizei hatte am Donnerstag bekannt gegeben, eine Serie von Terroranschlägen auf Flugzeuge und damit einen «Massenmord von unvorstellbarem Ausmaß» vereitelt zu haben. Terroristen planten demnach, Sprengstoff im Handgepäck an Bord von mehreren Flugzeugen mit Ziel USA zu schmuggeln und zu zünden.

Wie die «Times» berichtet, sollten die Maschinen über dem Atlantik in die Luft gesprengt werden. Die Attentäter hätten aber auch in Erwägung gezogen, die Flugzeuge über ihren Zielorten in den USA explodieren zu lassen, um möglichst viele Menschen zu töten.

Tonband von Märtyrer entdeckt

Nach Erkenntnissen der Fahnder wollten die Täter den flüssigen Sprengstoff in Getränkeflaschen verbergen. Aus Sicherheitskreisen in den USA verlautete, zumindest ein Teil der Chemikalien habe in Flaschen für Sportgetränke eingeschleust werden sollen. An Bord der Maschinen sollten die Bomben dann zusammengesetzt und mit Hilfe von Geräten wie Einweg-Kameras oder Musikgeräten gezündet werden.

Bilderschau:
Für jedes Flugzeug, das als Anschlagsziel ausgewählt werden sollte, seien Teams von zwei bis drei Attentätern vorgesehen gewesen, hieß es weiter. Bei weiteren Razzien in Großbritannien sei mindestens eine Videoaufnahme gefunden worden, auf der einer der Terrorverdächtigen von einem möglichen Märtyrertod spricht. (nz)
 
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