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Festgenommene überwiegend britische Muslime

10. Aug 2006 19:41
Absperrungen der Polizei nach Verhaftungen wegen Terrorverdachts in Birmingham
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Bei der geplanten Anschlagsserie sollten jeweils drei Maschinen zeitgleich in die Luft gesprengt werden. Präsident Bush sieht die Pläne als «Erinnerung» daran, dass sich die USA im Krieg «mit den Islamfaschisten» befänden.

Die Aufdeckung von Terrorplänen in Großbritannien ist nach den Worten von US-Präsident George W. Bush «eine starke Erinnerung, dass wir eine Nation sind, die sich im Krieg mit den Islamfaschisten befindet». Diese Feinde würden alles tun, um die Freiheit zu bekämpfen und «unserer Nation Schaden zuzufügen», sagte Bush am Donnerstag in Green Bay im Bundesstaat Wisconsin. Er dankte dem britischen Premierminister Tony Blair und den britischen Behörden für die hervorragende Zusammenarbeit.

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Bei der geplanten Anschlagsserie sollten nach Informationen der BBC jeweils drei Flugzeuge fast zeitgleich getroffen werden. Der Sender berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass insgesamt neun Maschinen in die Luft gesprengt werden sollten. Bei den meisten der 21 Festgenommen soll es sich um Muslime handeln, die in Großbritannien geboren wurden. Die Gruppe habe auch «Verbindungen» nach Pakistan.

Nach Angaben des französischen Innenministers Nikolas Sarkozy werden mehrere Menschen «pakistanischer Herkunft» verdächtigt. Sarkozy äußerte sich nach einer Dringlichkeitssitzung mit Premierminister Dominique de Villepin in Paris. Die französische Regierung stehe mit London in engstem Kontakt, sagte der Innenminister, ohne weitere Details über die Verdächtigen zu nennen. Nach britischen Angaben wollten Terroristen in London Sprengstoff im Handgepäck an Bord schmuggeln und damit unzählige Menschen töten. 21 Personen wurden festgenommen.

«Pflicht, Informationen mitzuteilen»

Angesichts der Gefahr von neuen Terroranschlägen hat die internationale Polizeiorganisation Interpol Großbritannien aufgefordert, alle entsprechenden Informationen an sie weiterzuleiten. «Wir haben Beweise dafür, dass Terroristen versuchen, so viel Menschenleben wie möglich durch Anschläge auf mehrere Orte gleichzeitig zu vernichten. Jedes Land hat die Pflicht, die Informationen mitzuteilen, die den Sicherheitsdiensten anderer Länder nützlich sein können», teilte Interpol am Donnerstag in Lyon mit. Laut der Organisation von 184 Staaten ist Großbritannien dieser Bitte teilweise nachgekommen. Interpol habe auf Grund dieser Informationen ein Schreiben mit der Terrorwarnstufe «orange», der dritthöchsten, an alle Interpol-Mitgliedstaaten geschickt.

Mitnahme von Flüssigkeiten verboten

Nach dem Terroralarm in London müssen sich Passagiere auch auf deutschen Flughäfen auf schärfere Handgepäckvorschriften einstellen. Nach Angaben von Lufthansa in Frankfurt ist auf Flügen in die USA ab sofort die Mitnahme von Flüssigkeiten und Gels verboten. Dazu zählten Getränke, Sonnenmilch, Zahnpasta, Shampoos, Cremes und Haargel.

Die genannten Gegenstände müssen den Angaben zufolge schon vor Beginn der Reise im Gepäck verstaut und aufgegeben werden. Ausgenommen seien lediglich Babynahrung, sofern das Baby oder Kleinkind mitreist, sowie dringend notwendige Medikamente, wenn der Name auf Packung oder Rezept mit dem auf dem Ticket übereinstimmt.

Mit der neuen Regelung setze die Bundesregierung Auflagen der US-amerikanischen Heimatschutzbehörde um, heißt es. Sie gelten nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers nur auf USA-Flügen: Es gebe keine Sondermaßnahmen auf Großbritannien-, anderen internationalen oder Inlandsflügen. Die Fluggesellschaft rät ihren Fluggästen, die Mitnahme von Handgepäck «auf das unbedingt notwendige Maß zu begrenzen» und frühzeitig am Flughafen einzutreffen.(nz)

 
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