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Beteiligung Al Qaedas an Terrorplänen vermutet

10. Aug 2006 14:51, ergänzt 19:44
Maschine hebt vom Flughafen Heathrow ab
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Bei den vereitelten Terroranschlägen sollten nach Angaben der britischen Polizei mehrere Flugzeuge gleichzeitig zerstört werden. Demnach sind die Drahtzieher gefasst.

Die britische Polizei hat nach eigenen Angaben ein Terrorkomplott von «globaler Dimension» verhindert. Der Leiter der Anti-Terror-Einheit von Scotland Yard, Peter Clarke, sagte am Donnerstag in London, die Fahnder hätten an einem «kritischen Punkt» der Ermittlungen zugeschlagen.

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Laut Innenminister John Reid wurden 21 Verdächtige festgenommen. Er gehe davon aus, dass damit alle Drahtzieher des Komplotts gefasst seien, sagte er.

Nach Erkenntnissen der britischen Polizei waren «simultane Anschläge auf mehrere Ziele» geplant. Die genaue Anzahl der Flüge und deren Ziele würden noch ermittelt, sagte Clarke. Aus US-Sicherheitskreisen verlautete, die Anschläge sollten Maschinen der US-Fluggesellschaften United Airlines, American Airlines und Continental Airlines treffen. Weiter hieß es, an dem Terrorplan seien bis zu 50 Menschen beteiligt gewesen. Sie hätten noch nicht in den Flugzeugen gesessen, seien dem Abflug aber sehr nahe gekommen.

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In US-Sicherheitskreisen wurde eine Beteiligung Al Qaedas vermutet. Heimatschutzminister Michael Chertoff sagte in Washington, die Hinweise deuteten auf eine Beteiligung des Terrornetzwerkes hin. Britischen Behörden sehen dagegen nach eigenen Angaben keine konkreten Hinweise darauf.

Der britische Regierungschef Tony Blair, der in der Karibik Urlaub macht, informierte US-Präsident George W. Bush telefonisch über die Entwicklung. Die British Airways sagte alle Flüge ab Heathrow zu anderen Zielen in Großbritannien und Europa sowie nach Libyen ab.

Die beiden Billigflug-Gesellschaften Easyjet und Ryanair forderten ihre Passagiere am Londoner Airport Stansted auf, nach Hause zu gehen. Auch zahlreiche Verbindungen nach Deutschland waren betroffen. Ryanair musste nach eigenen Angaben rund 100 Flüge ausfallen lassen. Air Berlin sagte ebenfalls den größten Teil der Flüge nach Großbritannien ab.

Frankreich beruft Sondersitzung ein

Als Reaktion auf den Terroralarm in Großbritannien hat der französische Premierminister Dominique de Villepin eine Sondersitzung seiner Kabinettsspitze anberaumt. Sein Büro gab bekannt, dass Villepin am Nachmittag mit Innenminister Nicolas Sarkozy, Außenminister Philippe Douste-Blazy und den Verantwortlichen der Sicherheitsdienste beraten wolle.

Zuvor hatte Air France alle Flüge zum Londoner Flughafen Heathrow vorerst abgesagt. Die zweithöchste Alarmstufe «rot», die in Frankreich seit den Londoner Anschlägen im Juli 2005 gilt, wurde nicht verändert. Air France begründete die Maßnahme damit, dass Heathrow geschlossen worden sei. Am Pariser Charles de Gaulle saßen zahlreiche Passagiere fest. (nz)

 
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