9/11-Kommission wirft Pentagon Täuschung vor
02.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die beiden Abschlussberichte sollen nach Informationen der Zeitung in Kürze veröffentlicht werden. Wegen des Verdachts, dass die Abläufe nach den Terroranschlägen von 2001 verfälscht dargestellt worden seien, habe die Kommission sogar das Justizministerium mit strafrechtlichen Ermittlungen befassen wollen, hieß es. Als Kompromiss seien dann aber die führenden Prüfstellen des Verkehrs- und des Verteidigungsministeriums eingeschaltet worden.
Die Kongresskommission hatte den Auftrag, Fehler und Versäumnisse vor und nach den Anschlägen zu untersuchen und ihre Arbeit im Sommer 2004 beendet. Der «Washington Post» zufolge berichteten Zeugen aus dem Militär während der Ermittlungen zum Teil detailliert über die «schnelle Reaktion» des Luftverteidigungskommandos Norad auf die Flugzeugentführungen durch die Terroristen.
Im Zuge der Untersuchungen habe sich aber herausgestellt, dass viele der Angaben schlicht unwahr gewesen seien. So habe etwa ein Norad-General angegeben, dass die später in Pennsylvania abgestürzte United-Airlines-Maschine bereits ab 9:16 Uhr Ortszeit am 11. September ins Visier genommen worden sei, um im Notfall abgeschossen zu werden. Dabei sei das Flugzeug erst zwölf Minuten später entführt worden. (nz)

