netzeitung.deLondons Polizei fahndet nach Kampfstoffen

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Polizisten in Schutzanzügen (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Polizisten in Schutzanzügen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die britische Polizei vermutet, dass Terrorverdächtige in London chemische und biologische Kampfstoffe versteckt halten. Im Osten der Hauptstadt werden weitere Häuser durchsucht.

Einen Tag nach dem Großeinsatz gegen Terrorverdächtige in London rechnet die Polizei weiterhin damit, biologische und chemische Kampfstoffe zu finden. Auch am Samstag wurden noch Wohnungen im Osten der Stadt durchsucht.

Am Freitag waren rund 250 Polizisten und Angehörige von Sondereinheiten im Einsatz gewesen. Die Behörden hatten zuvor Hinweise auf eine Bombenwerkstatt erhalten.

«Notfalls tragen wir das ganze Haus Stein für Stein ab», sagte ein beteiligter Polizeibeamter Reportern im Ost-Londoner Einwandererviertel Forest Gate, wo Anti-Terror-Fahnder am Vortag ein Haus gestürmt hatten.

Ein aus Bangladesch stammender 23-Jähriger wurde dabei durch einen Schuss in die Schulter verletzt. Der Mann und sein 20-jähriger Bruder wurden unter dem Vorwurf der Vorbereitung terroristischer Verbrechen verhaftet. Die Gegend um das gestürmte Haus war am Samstag noch abgeriegelt.

Hinweise auf Bau von Chemiewaffen
Der Sender BBC berichtete unter Berufung auf Geheimdienstkreise, die Sicherheitskräfte hätten vor dem Sturmangriff «ernst zu nehmende» Hinweise darauf erhalten, dass in dem Haus Material zum Bau von Chemiewaffen versteckt wurde.

Die Polizei gehe weiter davon aus, dass sie dort gefährliche Giftstoffe finden könnte, hieß es in der BBC. Allerdings glaube man eher an ein «Heimwerkerprodukt» als eine «hoch komplizierte Bombe».

Derweil wurde in Boulevardzeitungen wie dem «Daily Mirror» spekuliert, dass die beiden muslimischen Brüder aus Bangladesch einen Chemiewaffenanschlag auf einen voll besetzten Pub während eines Spiels der Fußball-WM geplant haben könnten. (nz)