Deutscher Guantánamo-Häftling vor Entlassung: 

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Das Gefangenenlager Guantánamo (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Das Gefangenenlager Guantánamo
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Seit vier Jahren wird Murat Kurnaz als angeblicher Taliban im US-Lager Guantánamo festgehalten. Jetzt kann der Deutsch-Türke auf seine Freilassung hoffen.

Der seit vier Jahren im US-Lager Guantánamo festgehaltenen Bremer Murat Kurnaz könnte laut einem Bericht des «Focus» bald freikommen. US-Präsident George W. Bush habe Angela Merkel bei deren Antrittsbesuch Mitte Januar angeboten, den Deutsch-Türken freizulassen. Bedingung sei, dass Deutschland Sicherheitsgarantien übernehme, berichtet das Magazin.

Ein Sprecher der Bundesregierung bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass Merkel bei ihrem Besuch das Thema angesprochen habe. Die deutsche Botschaft in Washington und die zuständigen US-Behörden würden nun nach einer Lösung suchen.
Kein Sicherheitsrisiko
Laut «Focus» könnte die lückenlose Überwachung etwa in Form eines Memorandums oder eines Vertrages garantiert werden. Bis zum Sommer dieses Jahres rechne die Bundesregierung mit der Rückkehr von Kurnaz, schreibt das Magazin. Kurnaz' Anwalt Bernhard Docke konnte die Details des Berichts nicht bestätigen. Allerdings werde verhandelt. «Wenn das stimmt ist das schön. Das heißt, dass die Bundesregierung mitentscheidet», sagte der Jurist.

Zu den Sicherheitsgarantien für seinen Mandanten sagte Docke, Deutschland könne unbesorgt sein: «Es gibt keine Hinweise darauf, dass von ihm ein Sicherheitsrisiko ausgeht.» Schließlich habe auch eine US-Bundesrichterin gesagt, Kurnaz sei ohne Grund in Guantanamo.

Sein Mandant habe in der Vergangenheit keine Straftaten begangen. «Es ist nicht damit zu rechnen, dass er das in Zukunft tut.» Docke sagte, er hoffe, dass die Freilassung seines Mandanten nicht erst im Sommer erfolge. Sicherheitsgarantien ließen sich ja schnell aussprechen. Dann könne Kurnaz voraussichtlich direkt nach Deutschland zurückkehren. (nz)