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Terrorgefahr: Schäuble warnt vor «schmutzigen Bomben»: 

Schäuble warnt vor «schmutzigen Bomben»

28. Jan 2006 10:21, ergänzt 14:33
Wolfgang Schäuble
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Deutschland muss nach Einschätzung von Innenminister Schäuble damit rechnen, von Terroristen mit so genannten schmutzigen Bomben angegriffen zu werden. Konkrete Hinweise darauf gebe es zwar nicht, die Bedrohung müsse aber ernst genommen werden.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht Deutschland einer Bedrohung durch so genannte schmutzige Bomben ausgesetzt. Deren Bau sei eine realistische Option, sagte Schäuble, der sich auf Erkenntnisse von Geheimdiensten berief, der «Welt am Sonntag». Zugleich versuche der Anführer von Al Qaeda im Irak, Abu Mussab al Zarqawi, mehr Einfluss auf gewaltbereite Islamisten in Europa zu nehmen.

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Bei so genannten schmutzigen Bomben handelt es sich um einen konventionellen Sprengsatz mit radioaktiver Beimischung. Konkrete Beschaffungsaktivitäten seien den Sicherheitsbehörden bislang nicht bekannt, sagte Schäuble. «Tatsächlich lässt die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen oder schmutzigem Material die Gefahr wachsen, dass wir mit solchen Bedrohungen durch den internationalen Terrorismus rechnen müssen.

Die Frage ist wohl nicht mehr, ob es einen Anschlag mit einer schmutzigen Bombe geben wird, sondern die Frage ist, wann und wo es ihn geben wird. Wir müssen diese Bedrohungen sehr ernst nehmen», sagte der CDU-Politiker.

«Unvorstellbare» Äußerungen des Iran

Zwar gebe es «keine konkreten Erkenntnisse» darüber, dass Iran Nuklearmaterial an Terrorgruppen weitergeben wolle. «Andererseits haben wir Äußerungen aus der iranischen Staatsführung gehört, von denen man annahm, dass es unvorstellbar sei, dass sich das Staatsoberhaupt eines zivilisierten Landes so äußern würde», sagte Schäuble. Generell gäben die Ereignisse in Iran Anlass zu größter Sorge. Der Ausgang der Wahl in den Palästinensergebieten könne die Situation im Nahen und Mittleren Osten zusätzlich destabilisieren.

Auch der bayerische Innenminister Günther Beckstein wies darauf hin, dass es bislang keine konkreten Hinweise auf eine Bedrohung in Deutschland gebe. Man wisse aber, dass Al-Qaeda-Terroristen versucht hätten, sich in Asien nukleare Abfälle aus dem medizinischen Bereich zu beschaffen, sagte der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. (nz)

 
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