17.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Bei einer der Explosionen völlig zerstörtes Auto
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Bei einer Anschlagsserie in Bagdad haben Selbstmordattentäter am Mittwoch 60 Menschen getötet. Auch in anderen Regionen Iraks sind Anschläge verübt worden.
Selbstmordattentäter haben im Zentrum Bagdads drei Autobomben zur Explosion gebracht und 60 Iraker getötet. 75 weitere Personen seien verletzt, darunter vier Polizisten, berichtete die Polizei. Die erste Bombe explodierte am Morgen an der Busstation Al Nahda. Al Nahda ist eine der größten Busstationen in der irakischen Hauptstadt.
Rund zehn Minuten später wurde in der unmittelbaren Umgebung der ersten Detonation ein zweiter Sprengsatz zur Explosion gebracht. Eine dritte Autobombe explodierte in der Nähe des Al-Kindi-Krankenhauses, wohin die Verletzten der ersten beiden Anschläge eingeliefert wurden. Bei den Opfern soll es sich nach Aussagen von Augenzeugen größtenteils um Zivilisten handeln.
Weitere Anschläge im IrakEin Armeesprecher teilte unterdessen mit, dass Extremisten sechs Soldaten in einem Dorf westlich von Kirkuk erschossen haben. Die Einheit war zur Bewachung einer Ölanlage abgestellt worden.
Nach Angaben der US-Streitkräfte vom Mittwoch wurde ein amerikanischer Soldat von einer Bombe getötet. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag in Bagdad. (nz)