22.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Polizei mit Spürhunden an einem der Tatorte
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die jüngsten Anschläge in London sind nur deshalb so glimpflich abgelaufen, weil der Sprengstoff nicht detoniert ist. An den Tatorten wird nach Spuren zu den Tätern gesucht. Thema: Terror in London Taschenkontrollen in New Yorks U-Bahn Londoner Polizei vor bedeutendem Durchbruch Polizei nimmt Verdächtige fest. Keine Verbindung zwischen Pakistan und London Augenzeuge: Ich zittere jetzt noch Blogger berichten über Zwischenfälle in London
In der Nacht zu Freitag hat Scotland Yard in drei U-Bahnen und einem Bus, in denen zuvor Bomben gezündet worden waren, weiter nach Spuren zu den Tätern gesucht.
Nach neuesten Erkenntnissen waren nicht der Sprengstoff, sondern lediglich die Zünder detoniert. Die Sprengsätze befanden sich in Rucksäcken, auf denen laut Polizeichef Ian Blair Fingerabdrücke und DNA-Spuren gesichert werden sollen. Eine konkrete Spur gibt es laut Scotland Yard bisher nicht. Von zwei festgenommenen Verdächtigen wurde inzwischen einer wieder freigelassen.
Experten gehen davon aus, dass möglicherweise der gleiche Sprengstoff wie bei den Attentaten am 7. Juli verwendet worden war. Er könnte sogar aus derselben Tranche wie vor zwei Wochen stammen.
Ob beiden Anschlagsserien miteinander in Zusammenhang stehen, ist allerdings noch völlig unklar. Laut Blair gibt es immerhin Parallelen: So wurden die Sprengsätze jedes Mal in drei U-Bahnen und einem Doppeldeckerbus abgelegt. Die Explosionen erfolgten fast gleichzeitig. Anders als am 7. Juli, als 56 Menschen starben und etwa 700 verletzt wurden, kam am Donnerstag aber niemand zu Schaden. (nz)