Pakistaner in Leeds im Visier der Ermittler: 

netzeitung.dePakistaner in Leeds im Visier der Ermittler

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Polizisten sichern evakuierte Gebäude in Leeds (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Polizisten sichern evakuierte Gebäude in Leeds
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die britische Polizei geht laut einem Fernsehbericht davon aus, dass auch ein vierter Attentäter von London aus der Umgebung des nordenglischen Leeds stammt. Thema: Terror in London Muslime sehen sich unter Generalverdacht Rom befürchtet Anschlag auf Olympische Spiele EU-Kommission sieht Datenspeicherung skeptisch Italienische Ermittler fahnden nach Extremisten Viele Deutsche fürchten Terroranschläge Blair: Hassprediger müssen ausgewiesen werden Die britische Polizei hat laut einem Bericht des Fernsehsenders Sky TV einen vierten Attentäter von London identifiziert. Der Mann stamme ebenso wie die drei anderen bereits identifizierten Männer aus der Nähe der nordenglischen Stadt Leeds, meldet der Sender. Siedlung evakuiert Einen Tag nach der Evakuierung einer von Briten pakistanischer Herkunft bewohnten Siedlung in Leeds setzt die Polizei dort ihre Ermittlungen fort. Die rund 500 Bewohner des Straßenzugs in der nordenglischen Stadt konnten am Mittwoch noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Die Ermittler durchsuchten dort die Wohnungen von drei der vier Männer, die verdächtigt werden, für die Anschläge von London verantwortlich zu sein. Premierminister Tony Blair versicherte der britischen muslimischen Gemeinde, dass man zwischen islamischen Extremisten und der moderaten und wahren Stimme des Islam zu unterscheiden wisse. Am Mittwoch traf er sich mit vier muslimischen Unterhausabgeordneten seiner Labour-Partei. «Nicht gut für Muslime» Muslime in Leeds kritisierten das Vorgehen. Die Nachrichtenagentur AP zitiert den muslimischen Stadtrat von Leeds, Mohammed Iqbal, mit den Worten: Die Durchsuchungsaktion in seinem Bezirk betreffe ausschließlich «britische Bürger pakistanischer Herkunft» und sei nicht gut für Muslime. «Wir haben alle Geschäfte hier. Das wird eine Gegenreaktion haben». Innenminister Kenneth Clarke sprach am Mittwoch von einem Durchbruch bei den Ermittlungen. Gerichtsmedizinische Untersuchungen würden nahe legen, dass sich zumindest ein Attentäter mit in die Luft gesprengt habe. Die mit Überwachungskameras festgehaltene Spur der Attentäter führe in die Region von West Yorkshire, in der Leeds und Luton liegen. Auto in Luton gesprengt Nach einer Meldung der britischen Nachrichtenagentur Press Association waren die Attentäter mit einem Mietwagen von Leeds nach Luton gefahren, wo sie das Auto am Bahnhof abstellten. Anschließend seien sie mit einem Zug zum Londoner Bahnhof King's Cross gefahren, wo sie von Überwachungskameras gefilmt wurden. Die Polizei sperrte den Lutoner Bahnhof ab und löste an einem geparkten Auto neun Explosionen aus. Nach Informationen des Rundfunksenders BBC befand sich Sprengstoff in dem Auto. Internationale Unterstützung «erstklassig» Angesichts der Ermittlungserfolge lobte Clarke die Zusammenarbeit der Terrorfahnder auf europäischer Ebene. Die Hilfe europäischer Polizeiorganisationen und Geheimdienste habe einen «maßgeblichen Unterschied» bei den Ermittlungen nach den Londoner Anschlägen vom vergangenen Donnerstag ausgemacht, sagte er in Brüssel vor dem Europäischen Parlament. «Die Unterstützung, die wir auf internationaler Ebene, insbesondere der europäischen, von Geheimdiensten und Polizei bekamen, war erstklassig», sagte er. «Das hat was ausgemacht», so Clark. (nz)

Die britische Polizei hat laut einem Bericht des Fernsehsenders Sky TV einen vierten Attentäter von London identifiziert. Der Mann stamme ebenso wie die drei anderen bereits identifizierten Männer aus der Nähe der nordenglischen Stadt Leeds, meldet der Sender.

Siedlung evakuiert
Einen Tag nach der Evakuierung einer von Briten pakistanischer Herkunft bewohnten Siedlung in Leeds setzt die Polizei dort ihre Ermittlungen fort. Die rund 500 Bewohner des Straßenzugs in der nordenglischen Stadt konnten am Mittwoch noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Die Ermittler durchsuchten dort die Wohnungen von drei der vier Männer, die verdächtigt werden, für die Anschläge von London verantwortlich zu sein.

Premierminister Tony Blair versicherte der britischen muslimischen Gemeinde, dass man zwischen islamischen Extremisten und der moderaten und wahren Stimme des Islam zu unterscheiden wisse. Am Mittwoch traf er sich mit vier muslimischen Unterhausabgeordneten seiner Labour-Partei.

«Nicht gut für Muslime»
Muslime in Leeds kritisierten das Vorgehen. Die Nachrichtenagentur AP zitiert den muslimischen Stadtrat von Leeds, Mohammed Iqbal, mit den Worten: Die Durchsuchungsaktion in seinem Bezirk betreffe ausschließlich «britische Bürger pakistanischer Herkunft» und sei nicht gut für Muslime. «Wir haben alle Geschäfte hier. Das wird eine Gegenreaktion haben».

Innenminister Kenneth Clarke sprach am Mittwoch von einem Durchbruch bei den Ermittlungen. Gerichtsmedizinische Untersuchungen würden nahe legen, dass sich zumindest ein Attentäter mit in die Luft gesprengt habe. Die mit Überwachungskameras festgehaltene Spur der Attentäter führe in die Region von West Yorkshire, in der Leeds und Luton liegen.

Auto in Luton gesprengt
Nach einer Meldung der britischen Nachrichtenagentur Press Association waren die Attentäter mit einem Mietwagen von Leeds nach Luton gefahren, wo sie das Auto am Bahnhof abstellten. Anschließend seien sie mit einem Zug zum Londoner Bahnhof King's Cross gefahren, wo sie von Überwachungskameras gefilmt wurden.

Die Polizei sperrte den Lutoner Bahnhof ab und löste an einem geparkten Auto neun Explosionen aus. Nach Informationen des Rundfunksenders BBC befand sich Sprengstoff in dem Auto.

Internationale Unterstützung «erstklassig»
Angesichts der Ermittlungserfolge lobte Clarke die Zusammenarbeit der Terrorfahnder auf europäischer Ebene. Die Hilfe europäischer Polizeiorganisationen und Geheimdienste habe einen «maßgeblichen Unterschied» bei den Ermittlungen nach den Londoner Anschlägen vom vergangenen Donnerstag ausgemacht, sagte er in Brüssel vor dem Europäischen Parlament.

«Die Unterstützung, die wir auf internationaler Ebene, insbesondere der europäischen, von Geheimdiensten und Polizei bekamen, war erstklassig», sagte er. «Das hat was ausgemacht», so Clark. (nz)