netzeitung.deBlair: Terrorismus an den Wurzeln bekämpfen

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Tony Blair (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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In einer Fernsehansprache hat der britische Premierminister Blair gefordert, die Ursachen des Terrorismus wie Armut zu bekämpfen. Die Lösung im Kampf gegen den Terror liege nicht nur in Sicherheitsmaßnahmen, sagte er. Thema: Terror in London USA: Terrorwarnstufe soll bald gesenkt werden Erste Spur nach Londoner Anschlägen: Britische Polizei sucht Marokkaner Kriminalbeamte fordern Anti-Terror-Behörde Queen: Ändern unsere Lebensweise nicht Angehörige in London suchen nach Vermissten

Großbritanniens Premierminister Tony Blair hat gefordert, im Kampf gegen den Terrorismus auch dessen Ursachen zu bekämpfen. Dazu gehörten auch der Mangel an Demokratie und der anhaltende Konflikt im Nahen Osten, sagte Blair in einem Interview des britischen Rundfunksenders BBC.

Den politischen Führern auf der Welt hätten die Anschläge vom Donnerstag in London klar gemacht, dass Probleme wie Armut angegangen werden müssten, sagte Blair. Die G-8-Staaten hätten sich in dieser Woche einiger der Fragen auf ihrem Treffen in Schottland angenommen. «Ich glaube, diese Art des Terrorismus hat sehr tiefe Wurzeln», sagte Blair.

Muslimische Gemeinden müssen aufstehen
Es sei nötig, sich mit den Folgen zu beschäftigen und die Gesellschaft vor derartigen Anschlägen zu schützen, sagte Blair. Alle «Überwachung der Welt» könne Menschen jedoch nicht daran hindern, in einen Bus zu steigen und unschuldige Menschen in die Luft zu sprengen, sagte der Premierminister. «Bei dieser Art von Terrorismus liegt die Lösung möglicherweise nicht nur bei den Sicherheitsmaßnahmen.» Die « grausame Pervertierung des wahren islamischen Glaubens» müsse angegangen werden. Die muslimischen Gemeinden müssten aufstehen und sagen, dass Gewalt nicht vereinbar mit ihrem Glauben sei.

Das Verständnis zwischen Menschen verschiedener Religionen müsse verbessert und Wege zur Beendigung des Nahost-Konflikts gefunden werden. Es müsse auch erkannt werden, dass sich die Konsequenzen von «Extremismus, Fanatismus oder akuten und erschreckenden Formen der Armut in einem Kontinent» nicht länger auf diesen Kontinent begrenzen lassen. «Sie breiten sich auf den Rest der Welt aus», sagte Blair. (nz)