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ARD: Probleme mit Terror-Berichterstattung

08. Jul 2005 13:34
Hartmann von der Tann
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Mit der Berichterstattung über die Anschläge in London ist die ARD in Verzug geraten. Als Grund nannte Chefredakteur von der Tann die Arbeitsteilung mit dem ZDF.

Thema: Terror in London
Die ARD hat bei der Berichterstattung über die Terroranschläge in London Probleme eingeräumt. Diese hätten vor allem mit der Arbeitsteilung mit dem ZDF zu tun gehabt, sagte ARD-Chefredakteur Hartmann von der Tann am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. «Weil das ZDF in dieser Woche die aktuellen Sendungen am Morgen und Mittag mit Nachrichten versorgt, ist unser Apparat schwer angelaufen.»

Von der Tann verteidigte zugleich die Zusammenarbeit mit dem ZDF. Die Arbeitsteilung spare Kosten und sei damit im Sinne des Gebührenzahlers, betonte er.

Kostengründe

In den Wochen, in denen die ARD oder das ZDF die Nachrichtenversorgung übernehmen, reduziert jeweils der andere Partner aus Kostengründen seine technischen Kapazitäten. Die redaktionelle Arbeit laufe jedoch wie gewohnt weiter.

Von der Tann sagte, er habe ARD-Programmdirektor Günter Struve und den ARD- Vorsitzenden Thomas Gruber vom Bayerischen Rundfunk noch am Donnerstag darauf angesprochen, ob sich die ARD diese Einsparungen erlauben könne.

ARD berichtete ab 11.38 Uhr

Die ARD hatte am Donnerstag um 11.38 Uhr erstmals über die Ereignisse in einer Sonderausgabe der «Tagesschau» berichtet. Um 12 Uhr wurde zunächst «heute mittag» für eine Viertelstunde übernommen, dann ging es um 12.15 Uhr mit dem «ARD Buffet» weiter.

Die Nachrichtensender und die anderen großen Kanäle hatten früher nach London geschaltet. Bei der 20.00-Uhr-«Tagesschau» erreichte die ARD zwar mit 6,20 Millionen Zuschauern die meisten Zuschauer, doch RTL, Sat.1 und das ZDF erreichten mit den Hauptausgaben ihrer Nachrichten mehr Publikum als sonst. (nz)

 
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