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Terror-Anschläge: Mindestens vier Deutsche verletzt: 

Mindestens vier deutsche Opfer in London

08. Jul 2005 07:52, ergänzt 10:54
Ambulanz vor dem Royal London Hospital
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Die Nationalität aller Opfer ist noch nicht vollständig ermittelt. Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg bestätigte inzwischen allerdings, dass unter den Opfern der Anschläge mindestens vier Deutsche sind, darunter ein Schwerverletzter.

Unter den Verletzten der Terroranschläge vom Donnerstag sind mindestens vier Deutsche. Das teilte der stellvertretende Sprecher der Regierung, Thomas Steg, am Freitag in Berlin mit. Die Verletzungen seien teils ambulant behandelt worden, eines der Opfer sei jedoch schwerverletzt.

Die deutsche Botschaft stehe mit den Betroffenen und deren Angehörigen in Kontakt. Jedem Hinweis auf mögliche weitere deutsche Opfer werde nachgegangen. Die Nationalität der mindestens 37 Todesopfer und 700 Verletzten ist den Angaben zufolge noch nicht vollständig ermittelt.

Generalbundesanwalt Kay Nehm Nehm hat ein Ermittlungsverfahren wegen der Terroranschläge eingeleitet. Das sagte eine Sprecherin. Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt formell wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Es gebe jedoch keine Hinweise auf eine Verbindung der Täter nach Deutschland.

Zerstörter Doppeldecker-Bus
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Spurensuche in London

Einen Tag nach den Anschlägen in London werden die Orte der Detonationen auf mögliche Spuren hin untersucht. Dazu gehört auch die Auswertung der Video-Bänder aus den U-Bahnstationen, die von den Attentaten betroffen waren. Parallel dazu gehen Sicherheitsbehörden den Hinweisen von Augenzeugen über einen möglichen Selbstmordattentäter in dem Linienbus nach, der nur Minuten nach den Bombenanschlägen auf drei U-Bahnen explodierte.

Der britische Außenminister Jack Straw machte wie zuvor schon Premierminister Tony Blair Al Qaeda für die Attentate verantwortlich: Sie trügen die «Handschrift» des Terrornetzwerks, sagten sie. Inzwischen sollen mehrere Bekennerschreiben kursieren, deren Authentizität geprüft werde.

Laut offiziellen Angaben wurden bei den Bombenexplosionen bislang 37 Menschen getötet und rund 700 verletzt. Angesichts der hohen Zahl von Schwerverletzten wird allerdings mit einem Anstieg der Todesopfer gerechnet.

Thema: Terror in London
In bislang unbestätigten Berichten war bereits am Donnerstag von bis zu 50 Opfern die Rede. Der australische Regierunschef John Howard rechnet nach Angaben des Rundfunksenders ABC mit 52 Toten. Sieben Australier würden derzeit in Krankenhäusern behandelt. Howard kündigte auch die Entsendung eines Expertenteams in die britische Hauptstadt an, das die Ermittlungen unterstützen solle.

Bei der Suche nach den Tätern arbeiten die Londoner Behörden bereits mit den Geheim- und Sicherheitsdiensten der USA, Frankreich, Spaniens und Deutschlands zusammen, erklärte der britische Innenminister Charles Clarke.

Bilderschau:
Die Echtheit eines Bekennerschreibens, das am Donnerstag von einer bislang unbekannten Gruppe namens «Geheimorganisation - Al Qaeda in Europa» auf einer Website im Internet veröffentlicht wurde, wird von den Sicherheitsbehörden jedoch weiter angezweifelt. «Wir wissen, dass die Leute hinter diesen Anschlägen behaupten, im Namen des Islam zu handeln», sagte Blair am Donnerstagabend im Fernsehen. Der britische Premier kehrte inzwischen wieder ins schottische Gleneagles zurück, um dort an den weiteren Verhandlungen des G-8-Gipfels teilzunehmen.

Unterdessen wurden die Londoner Bürger am Freitagmorgen von den Verkehrsbehörden aufgerufen, nach Möglichkeit nicht zur Arbeit zu gehen, um kein Verkehrschaos zu provozieren. Zwar fuhren die ersten U-Bahnen im öffentlichen Nahverkehr Londons am Freitagmorgen wieder planmäßig, und auch Taxis und Busse waren im morgendlichen Berufsverkehr auf den Straßen. Teile des U-Bahnnetzes sind jedoch weiterhin geschlossen. (nz)
 
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