netzeitung.deFischer wirbt für internationale Terrorbekämpfung

 Herausgeber: netzeitung.de

Joschka Fischer (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Joschka Fischer
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In einer globalisierten Welt gebe es keine klassischen regionalen Konflikte mehr, hat Außenminister Fischer gesagt. Daher sei eine bessere internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror nötig.

Im Kampf gegen den Terrorismus und die Missachtung von Menschenrechten sei eine intensivere internationale Zusammenarbeit nötig, hat Außenminister Joschka Fischer (Grüne) auf dem evangelischen Kirchentag in Hannover gefordert. «Wir müssen der Gewalt international entgegentreten», sagte er.

Angesichts der Möglichkeiten totalitärer Organisationen wie Al Qaeda helfe nur konsequente internationale Zusammenarbeit und der Einsatz militärischer Mittel weiter, sagte Fischer. «Mit Osama bin Laden wird es keine Verhandlungen geben», betonte er.
«Reichtum Europas teilen»
Im Kampf gegen den Terror dürfe sich kein Land verweigern. Regionale Konflikte im klassischen Sinne gebe es im Zeitalter der Globalisierung nicht mehr. Terrorismus sei der Ausdruck einer «tiefen Krise», in der es «keine geschützten Nischen» mehr gebe, sagte der Grünen-Politiker.

Terrorismus könne jedoch nicht nur militärisch bekämpft werden, betonte Fischer. Es gehöre auch dazu, den Reichtum Europas zu teilen, um Entwicklungsländer nicht in eine hoffnungslose Lage geraten zu lassen. «Wir teilen unseren Reichtum, aber auch Demokratie und Menschenrechte mit den armen Ländern», sagte Fischer. Dazu seien aber ein Ende der Diskriminierung von Frauen in einigen Ländern und ein besserer Umgang mit der Umwelt nötig. (nz)