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Schärfere Bestimmungen bei USA-Flügen

21. Apr 2005 14:01
Terrorgefahr durch Flugzeuge
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Die USA wollen erneut härtere Sicherheitsbestimmungen im Luftverkehr. Wer US-Territorium überfliegt, muss künftig Passagierdaten weitergeben.

Ein Flug der niederländischen Fluggesellschaft KLM, dem die Erlaubnis verweigert wurde, über US-amerikanisches Territorium zu fliegen, hat eine Diskussion über die Weitergabe von Passagierdaten ausgelöst. Das berichtet die Zeitung «Washington Post».

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  • Als Sicherheitsmaßnahme nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 müssen bisher Fluggesellschaften Daten ihrer Passagiere an die amerikanischen Behörden weitergeben, wenn die Maschine in den USA landet. Die US-Regierung plant nun, diese Meldepflicht auf Flüge auszudehnen, die lediglich durch amerikanischen Luftraum fliegen.

    Am 8. April war ein KLM-Flug zur Umkehr gezwungen worden. Die Maschine war bereits seit fünf Stunden unterwegs von Amsterdam nach Mexiko, als die mexikanischen Behörden die USA darüber informierten, dass zwei saudi-arabische Passagiere an Bord seien. Die Flugsicherheitsbehörde der USA verweigerte der Maschine daraufhin, seine gewöhnliche Route über die USA fortzusetzen.

    Angst vor neuen Anschlägen

    Die «Washington Post» zitiert eine Sprecherin der Luftsicherheitsbehörde, nach der gegenwärtig geprüft wird, ob Fluggesellschaften ihre Passagierlisten übermitteln müssen, wenn amerikanischer Luftraum auf der Flugroute liegt. Die Daten sollten dann mit einer geheimen Liste verglichen werden, auf der Tausende Namen von Terrorverdächtigen vermerkt sind.

    Amerikanische Sicherheitskreise befürchten, dass Terroristen versuchen könnten, ein Flugzeug über den USA zu entführen und – wie bei den Anschlägen vor dreieinhalb Jahren – in Gebäude zu fliegen. Es gebe jedoch keine konkreten Hinweise auf solche Pläne, schreibt die Zeitung.

    «Verletzung internationaler Abkommen»

    Das Vorhaben der USA habe bereits Proteste von europäischen, mexikanischen und kanadischen Fluggesellschaften provoziert. Laut Washington Post hat die mexikanische Fluggesellschaft Aeromexico beanstandet, die geplante Sicherheitsbestimmung verletze internationale Abkommen über den Flugverkehr.

    Besonders für den Luftverkehr zwischen Kanada und Mittel- und Südamerika wäre das Verlangen der US-Behörden fatal. Befände sich auf einem Flug von Kanada nach Mexiko ein Passagier, dessen Name auf der Liste steht, müsste das Flugzeug um die USA herumfliegen – was einen enormen Umweg bedeuten würde.

    Selbst viele innerkanadischen Flüge wären betroffen, da auch diese häufig kurzzeitig durch amerikanischen Luftraum fliegen. (nz)

     
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