09. Mrz 2005 13:55
Beim Hamburger Prozess gegen den als Terroristen-Unterstützer angeklagten Mounir El Motassadeq sind neue Einzelheiten rund um die Anschläge vom 11. September 2001 bekannt geworden.
Snell sagte dem Gericht, diese Informationen stammten vom als Al-Qaeda-Terroristen verdächtigten Ramzi Binalshibh. Binalshibh habe ausgesagt, die Terroristengruppe um Mohammed Atta habe überlegt, mit einem der entführten Flugzeuge ein Atomkraftwerk anzugreifen. 40 Kilometer von New York entfernt befindet sich ein solches Kraftwerk. Warum aus dem Plan nichts wurde, ist laut Snell unklar. Die von den USA gefangen genommenen Islamisten Binalshibh und Khalid Scheich Mohammed widersprächen sich in dieser Frage. So habe Binalshibh ausgesagt, man habe wegen der besseren Luftraumüberwachung in der Nähe von Kernkraftwerken den Plan fallengelassen. Scheich Mohammed sagte aus, ein zerstörtes Kraftwerk hätte nicht den von den Terroristen erwünschten symbolischen Effekt gehabt.