netzeitung.deSaudi-Arabien startet Kampagne in den USA

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Saudi-Arabien will Vorwürfe entkräften, den Terror nicht ausreichend zu bekämpfen. Das Königreich hat deshalb in den USA Radiospots geschaltet.

Saudi-Arabiens Regierung hat zur Verbesserung seines Image in den USA zwei Werbespots im Rundfunk geschaltet. Darin tritt das Land Vorwürfen entgegen, es bekämpfe den Terrorismus nicht konsequent genug.

In den Radiospots beruft sich die Regierung auf den Ende Juli vorgelegten Bericht der US-Untersuchungskommission zu den Anschlägen vom 11. September 2001. Es wird betont, Saudi-Arabien sei ein verlässlicher Verbündeter der USA im Kampf gegen den Terror. Zum Beweis wird etwa aus dem Untersuchungsbericht zitiert, dass die saudiarabische Regierung keine Finanzen für das Al Qaeda bereitgestellt habe. Auch auf einen verhinderten Anschlag auf US-Truppen in Saudi-Arabien im Jahr 1998 weisen die Spots hin.
'Problematischer Verbündeter'
Die saudi-arabische Botschaft in den USA stellt diese und ältere Werbespots auf ihrer Internetseite bereit. Dort heißt es, Saudi-Arabien produziere gelegentlich Radio- und TV-Spots, um das Verständnis in den USA für das Land zu verbessern. Der Botschafter Bandar bin Sultan bin Abdulaziz Al-Saud betont, die Welt habe sich seit den Anschlägen verändert und Saudi-Arabien sei einer der bedeutendsten Akteure im Kampf gegen den Terror.

In den Werbespots ist allerdings keine Reaktion auf die Kritik der Kommission enthalten, Saudi-Arabien sei im Kampf gegen den Terror ein «problematischer Verbündeter». Trotz der verbesserten Zusammenarbeit nach den Anschlägen in New York und Washington gebe es noch immer «erhebliche Probleme», hieß es dort. (nz)