27. Mrz 2004 13:15
Nicht die Symptome, sondern die Ursachen des Terrorismus müssen nach Ansicht von EU-Kommissar Verheugen bekämpft werden. Es bestehe derzeit die Gefahr, dass Europa dort falsche Prioritäten setze.
Für wichtiger halte er allerdings, dass die Ursachen für Terror bekämpft würden. Dazu zählte Verheugen Armut, Hunger und Menschenrechtsverletzungen. Europa solle sich dafür einsetzen, Konflikte schon im Entstehen zu verhindern oder sie dann friedlich zu lösen. Der Terror von Madrid könne Europa genau so verändern, wie die Anschläge vom 11. September 2001 die USA verändert hätten, sagte Verheugen weiter. «Der islamistischen Bedrohung werden wir lange Zeit ausgesetzt sein. Und zwar unabhängig davon, ob wir uns am Irak-Krieg beteiligt haben oder nicht.» Die Beschlüsse des Brüsseler Gipfels zur europäischen Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen seien ein Fortschritt im Kampf gegen «diese Jahrhundertgefahr». Sie reichten aber wahrscheinlich nicht aus. (nz)