netzeitung.deProdi: USA haben Anti-Terror-Kampf geschadet

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Romano Prodi (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Romano Prodi
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

EU-Kommissionspräsident Prodi hat den USA vorgeworfen, mit dem Irak-Krieg dem Anti-Terror-Kampf geschadet zu haben. Er forderte, Terroristen zu isolieren.

Der US-geführte Krieg in Irak ist nach Ansicht von EU-Kommissionspräsident Romano Prodi kontraproduktiv für den Kampf gegen den Terrorismus gewesen. Es müsse «klar» sein, dass der Krieg die Lage bei der Terrorismusbekämpfung nicht verbessert habe, sagte Prodi dem US-Fernsehsender Fox News.

Trotz seiner kritischen Bemerkungen zur Irak-Politik der USA setzt Prodi auf eine Beilegung der Meinungsverschiedenheiten zwischen Europa und den USA. Beide müssten ihre Differenzen über den Irak-Krieg hinter sich bringen, verlangte der Politiker. Die Beziehungen zu den USA bewertete Prodi in der Rückschau als gut. In den vergangenen zwölf Monaten habe sich das Verhältnis Europas zu den Vereinigten Staaten verbessert, sagte er.

Allerdings warnte Prodi zugleich die Amerikaner davor, immer wieder das Thema Terrorismus mit dem Irak-Krieg in einen Zusammenhang zu stellen. Beides dürfe nicht durcheinander gebracht werden, sonst drohe ein «Desaster». Zur Bekämpfung des Terrorismus nannte Prodi zwei grundsätzliche Alternativen: Eine sei die «starke, gewalttätige Reaktion», die zweite die Suche nach «politischen Lösungen». Ziel müsse es in jedem Fall sein, Terroristen zu «isolieren». (nz)