12.03.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die Bombenanschläge in Madrid stehen angeblich in einem kalendarischen Zusammenhang zu den Terrorakten vom 11. September 2001. Das stellte sich jedoch als falsch heraus. Thema: Anschläge in Madrid Verstärkte Sicherheit nach Madrid-Anschlägen Mehr als acht Millionen Menschen demonstrieren in Spanien gegen Terror Frankreich erhöht Terroralarm Eta weist Verantwortung für Anschläge zurück Schon vor Monaten Hinweise auf Eta-Terror BND geht von Eta-Hintergrund aus
Die Bombenanschläge von Madrid sind nach dem Bericht einer Nachrichtenagentur auf den Tag genau 911 Tage nach dem 11. September 2001 verübt worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Bei den damaligen Attentaten auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington kamen über 3000 Menschen ums Leben.
Allerdings stellte sich der kalendarische Zusammenhang als falsch heraus. Da es sich beim Jahr 2004 um ein Schaltjahr handelt, hat der Februar 29 statt 28 Tage. Die Anschläge in Madrid liegen demnach 912 Tage nach denen in den USA vom 11. September 2001 - und stehen damit wohl nicht im Zusammenhang zum «9/11», wie die Anschläge auf New York und Washington in den USA auch genannt werden.
Ghriba-SynagogeAFP listete demnach zwei weitere Attentate auf, für die ebenfalls Al Qaeda verantwortlich gemacht wird: Am 11. April 2002, auf den Tag genau sieben Monate nach den Anschlägen in den USA, hatte sich ein Selbstmordattentäter vor der Ghriba-Synagoge auf der tunesischen Ferieninsel Djerba in die Luft gesprengt. Dabei wurden 21 Menschen getötet, unter ihnen 14 deutsche Touristen.
Am 12. Oktober 2002 - ein Jahr, einen Monat und einen Tag nach dem 11. September - wurden beim Anschlag auf zwei beliebte Nachtclubs auf Bali 202 Menschen getötet. (nz)