Ein Demonstrant, der 20-jährige Jorge Mendez, sagte der Nachrichtenagentur AP: «Nein, es regnet nicht. Das sind unsere Tränen.» Die mehrere Kilometer lange Kundgebung in Madrid führten Ministerpräsident Jose Maria Aznar und weitere Politiker an, darunter Innenminister Angel Acebes, der sozialistische Oppositionsführer Jose Luis Rodriguez Zapatero und Mitglieder des Königshauses. Auch Bundesaußenminister Joschka Fischer, EU-Kommissionspräsident Romano Prodi und der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hatten ihre Teilnahme zugesagt. Die Polizei sperrte in den vielen anderen spanischen Großstädten schon Stunden vor den Kundgebungen wichtige Straßen für den Verkehr. In vielen Geschäften hingen schon den ganzen Tag über Hinweisschilder, dass früher geschlossen werde, um den Angestellten die Teilnahme an den Kundgebungen zu ermöglichen.
Bereits am Mittag war das öffentliche Leben im ganzen Land zum Erliegen gekommen, als Millionen Spanier mit einer Schweigeminute der Opfer gedachten. (nz)