netzeitung.deEta weist Verantwortung für Anschläge zurück

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Die Eta hat möglicherweise nichts mit den Anschlägen von Madrid zu tun. Ein Anrufer meldete sich im Namen der Terrorgruppe bei einer baskischen Zeitung und bestritt jegliche Verantwortung. Thema: Anschläge in Madrid BND geht von Eta-Hintergrund aus US-Börsen erholen sich von Terrorangst Belgien für Schaffung von EU-Geheimdienst FC Bayern bietet Benefizspiel an EU-Regierungschefs gemeinsam gegen Terror Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen nach Anschlägen in Madrid Union für Bundeswehr-Einsätze im Inland Aznar verspricht Ermittlungen in «alle Richtungen» Bahnhof Atocha in Madrid erneut evakuiert

Die baskische Untergrundorganisation Eta hat «jede Verantwortung» für die Terroranschläge von Madrid von sich gewiesen. Dies habe ein Anrufer im Namen der am Freitag erklärt, berichtete die baskische Zeitung «Gara». Demnach habe der Anrufer gesagt, die Eta habe mit den Anschlägen vom Donnerstag nichts zu tun.

Die Eta hatte schon früher Erklärungen über diese baskische Zeitung abgegeben. Ein gleichlautender Anruf ging am Freitag überdies beim baskischen Fernsehsender ETB ein. Das spanische Innenministerium konnte die Meldung zunächst nicht bestätigten. Das Ministerium sei «nicht auf dem Laufenden», sagte ein Sprecher.

Rucksack mit Sprengstoff
Die spanische Regierung hatte nach den Anschlägen zunächst die Eta verantwortlich gemacht. Am Freitag schloss sie auch einen islamistischen Hintergrund nicht mehr aus. Spaniens Innenminister Angel Acebes sagte am Freitagabend, nach dem Fund einer nicht explodierten Bombe in einem der Unglückszüge verfolgten die Ermittler «neue Spuren». Gleichzeitig betonte er, die Behörden ermittelten weiter «in alle Richtungen».

Acebes sprach von einem gefundenen Rucksack, in dem sich zehn Kilogramm Sprengstoff, ein Kilogramm Splitter, ein Zeitzünder und ein Mobiltelefon zur Fernzündung der Bombe befunden hätten. Der Rucksack sei zunächst für das Gepäckstück eines Opfers gehalten und auf einer Polizeiwache deponiert worden, sagte Acebes. Laut Innenministerium bleibt die Eta-Spur jedoch die «vorrangige».

«Special C»
Wie der Radiosender Cadena Ser berichtete, enthielt der Rucksack den in Spanien hergestellten Plastiksprengstoff «Special C». Ein Anti-Terror-Ermittler wurde mit den Worten zitiert, es handle sich dabei «nicht um einen gewöhnlich von der Eta verwendeten Sprengstoff». Er werde «von einer anderen Terroristengruppe eingesetzt, die mit dem islamischen Extremismus in Verbindung steht». (nz)