Die spanische Regierung hatte nach den Anschlägen zunächst die Eta verantwortlich gemacht. Am Freitag schloss sie auch einen islamistischen Hintergrund nicht mehr aus. Spaniens Innenminister Angel Acebes sagte am Freitagabend, nach dem Fund einer nicht explodierten Bombe in einem der Unglückszüge verfolgten die Ermittler «neue Spuren». Gleichzeitig betonte er, die Behörden ermittelten weiter «in alle Richtungen». Acebes sprach von einem gefundenen Rucksack, in dem sich zehn Kilogramm Sprengstoff, ein Kilogramm Splitter, ein Zeitzünder und ein Mobiltelefon zur Fernzündung der Bombe befunden hätten. Der Rucksack sei zunächst für das Gepäckstück eines Opfers gehalten und auf einer Polizeiwache deponiert worden, sagte Acebes. Laut Innenministerium bleibt die Eta-Spur jedoch die «vorrangige».