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BA und Air France streichen US-Flüge

31. Jan 2004 09:05, ergänzt 16:59
Die US-Regierung hat Hinweise auf einen geplanten Anschlag der Al Qaeda. British Airways und Air France sagten am Samstag sieben Flüge in die USA ab.

Die Al Qaeda plant nach Angaben der US-Regierung, Flugzeuge der Fluggesellschaften British Airways oder Air France zu entführen. Aus Regierungskreisen in Washington hieß es am Freitagabend, die Transatlantikflüge der beiden Gesellschaften seien gefährdet. Sie sollten entführt und über einer nicht näher bezeichneten US-Stadt zum Absturz gebracht werden.

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Am Samstagmittag sagte die Fluggesellschaft British Airways fünf Flüge «aus Sicherheitsgründen» ab. Betroffen sind Flüge von London nach Washington und Miami am Sonntag und Montag. Air France strich zwei Flüge von Paris nach Washington.

Ebenfalls am Samstagmittag musste eine Maschine der Linie Virgin Airlines von London nach New York über dem Atlantik umkehren. Passagiere und Besatzungsmitglieder hatten Brandgeruch wahrgenommen. An Bord waren 181 Menschen.

Situation wie an Weihnachten

Ein Regierungsmitarbeiter sagte, die Situation ähnele jener um Weihnachten. Damals waren zwei British-Airways-Flüge von London nach Washington und sechs Air-France-Flüge zwischen Paris und Los Angeles abgesagt. Damals gab es Informationen, dass ein verdächtiger Passagier, der nicht zum Abflug erschien, eine so genannte schmutzige Bombe in ein Flugzeug schmuggeln wollte.

Ein Sprecher des Heimatschutzministeriums sagte, es gebe diesmal zunächst keine Pläne, die Terror-Alarmstufe zu erhöhen. «Wir bleiben aber besorgt über den Wunsch Al Qaedas, den Luftverkehr anzugreifen, und da insbesondere den internationalen Luftverkehr».

Warnung für Flug 223

Eine Warnung beziehe sich konkret auf den British Airways Flug mit der Nummer 223. Der tägliche Flug von London nach Washington war bereits an Weihnachten gefährdet. Regierungsmitarbeiter sagten dem Fernsehsender CNN, es gebe aber auch Warnungen, die andere Flüge beträfen. Verdächtige Transatlantik-Flüge würden deshalb inzwischen grundsätzlich von Militärmaschinen bis zu den Flughäfen eskortiert.

Die neuen Warnungen beziehen sich offenbar auch auf konkrete Daten. Es gebe mehrere solcher Zeitpunkte, hieß es. Sie alle lägen innerhalb der nächsten Wochen.

Die US-Behörden haben offenbar auch Sorge, dass das Super-Bowl-Finale am Sonntag in Houston zum Ziel eines Anschlags werden könnte. Es hieß, auch hier sei die Luftüberwachung verstärkt worden.

Glaubwürdige Informationen

Seinen Angaben zufolge sind die Informationen der vergangenen Tage zu dem geplanten Anschlag glaubwürdig. «Wir haben diese Informationen mit unseren internationalen Partnern geteilt, und wir werden mit ihnen zusammenarbeiten, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen», sagte er.

An Weihnachten hatte es teils Stunden gedauert, weil Passagierlisten überprüft wurden. Eine Air-France-Sprecherin in New York sagte, man arbeite wegen der Hinweise mit den amerikanischen und französischen Sicherheitsbehörden zusammen. (nz)

 
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