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Verstärkter Schutz für EU-Beamte

31. Dez 2003 12:21, ergänzt 12:50
Die Europäische Union hat ihre Schutzmaßnahmen für ranghohe Beamte ausgeweitet. Aus Furcht vor weiteren Briefbomben verhängte Italien derweil einen Beförderungsstopp für Post an die EU.

Die Europäische Union sorgt sich nach der Serie von Briefbomben an europäische Institutionen und Persönlichkeiten um ihre ranghohen Beamten. Die Schutzmaßnahmen wurden deshalb verstärkt, wie der außen- und sicherheitspolitische EU-Beauftragte Javier Solana am Dienstag in Brüssel mitteilte. Die Sicherheitsdienste hätten ihren Einsatz und ihre Zusammenarbeit erhöht, sagte er. Ihre Aufgabe sei es, die Unversehrtheit aller Einrichtungen und Führungskräfte sicherzustellen.

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  • Solana drückte zugleich seine tiefe Sympathie für diejenigen aus, die bereits Zielscheibe von Angriffen geworden seien. Eine der vier Briefbomben war am vergangenen Samstag an EU-Kommissionspräsident Romano Prodi gerichtet worden. Er blieb jedoch unverletzt. Weitere Sendungen gingen an Interpol und Eurojust in Den Haag.

    Auch der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, war Ziel eines Briefbomben-Anschlags. Sicherheitskreise bestätigten unterdessen einen Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», wonach die Sprengvorrichtung am Montag bis ins Vorzimmer Trichets gelangte. Der Zeitung zufolge öffnete eine Sekretärin den Brief. Als sie in dem halb offenen Umschlag Drähte gesehen habe, habe sie die Polizei alarmiert. Die Päckchen waren jeweils in Bologna aufgegeben worden.

    Post nicht mehr weiter leiten

    Die italienische Justiz wies die Post in der dortigen Region inzwischen an, für die EU bestimmte Pakete nicht mehr weiter zu leiten. Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt habe dies veranlasst, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch.

    Italienische und deutsche Ermittler vermuteten italienische Anarchisten als Absender der hochexplosiven Post. (nz)

     
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