netzeitung.deUS-Staatssekretär hält Islam für satanisch

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Ein Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium hat eine religiöse Interpretation des Kampfes gegen den Terror vorgelegt. Verteidigungsminister Rumsfeld sah keinen Grund, ihn zurechtzuweisen.

Der Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium, Generalleutnant William Boykin, hat den Krieg gegen den Terror als Auseinandersetzung zwischen den jüdisch-christlichen Werten und dem Teufel bezeichnet. Boykin sei im Juni in Uniform vor einer religiösen Gruppe in Oregon aufgetreten, berichtet die «Los Angeles Times». Dort habe er gesagt, die islamischen Extremisten hassten die USA, «weil wir eine christliche Nation sind, weil unsere Grundlagen und Wurzeln jüdisch-christlich sind. Und der Feind ist ein Kerl namens Satan».

Im vergangenen Jahr berichtete Boykin vor einer anderen Gruppe über Kämpfe gegen einen muslimischen Milizenführer in Somalia mit den Worten: «Ich wusste, mein Gott ist größer als seiner. Ich wusste, mein Gott ist ein wahrer Gott und seiner nur ein Götze.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte dazu, die Äußerungen Boykins fielen unter das Prinzip der Meinungsfreiheit. Er wies allerdings darauf hin, das US-Präsident George W. Bush mehrfach betont habe, dass es sich bei dem Kampf gegen den Terror nicht um den Krieg gegen eine Religion handele. (nz)