Jemen protestiert gegen Auslieferung Terrorverdächtiger
25.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Der frühere Justizminister Ismail al Wasir forderte die Rückführung von Scheich Mohammed Ali Hassan al Moajed und dessen Sekretärs nach Jemen. Sollte sich der Verdacht gegen sie erhärten, würden sie in ihrer Heimat vor Gericht gestellt.
Wasir zufolge könnte sich die Haltung Jemens im Kampf gegen den internationalen Terrorismus ändern, sollte Moajed an die USA überstellt werden. Er verwies darauf, dass die Festnahme Moajeds auf Betreiben der USA erfolgt seien. Im Auftrag des FBI habe ein Jemenit dem Imam einer Moschee in Sanaa nach Deutschland gelockt, wo er im Januar auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen wurde.
Moajed wird nach Angaben seiner Anwälte von den USA vorgeworfen, der radikalen Palästinenserorganisation Hamas Spendengelder zugeleitet zu haben. Zudem soll er das Terrornetz Al Qaeda mit Geld, Waffen und Kämpfern unterstützt haben.
Im Juni hatte sich bereits der jemenitische Staatschef Ali Abdullah Saleh bei der Regierung für die Rückkehr der beiden Verdächtigen in ihre Heimat eingesetzt. (nz)

