29. Mrz 2003 13:22
Die Bundesregierung erwägt nach einem Zeitungsbericht die Beteiligung an einem Anti-Terror-Einsatz in der Straße von Gibraltar. Kommende Woche soll darüber entschieden werden.
Die deutsche Marine wird sich möglicherweise an einem neuen Anti-Terror-Einsatz in der Straße von Gibraltar beteiligen. Das berichtet der «Spiegel» unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte am Samstag in Berlin, eine Entscheidung über den Einsatz werde voraussichtlich in der nächsten Woche fallen. Der «Spiegel» hatte zuvor berichtet, die Regierung erwäge die Entsendung von drei Raketenschnellbooten, die sich in der Meerenge zwischen Spanien und Marokko am Schutz des internationalen Seeverkehrs vor Terrorattacken beteiligen sollen. Zu ihren Aufgaben würde den Angaben zufolge auch der Geleitschutz für amerikanische und britische Kriegs- und Handelsschiffe gehören.
Derzeit sichere die NATO im Rahmen der Operation «Active Endeavour» das östliche Mittelmeer. Die deutsche Marine sei an dem Einsatz mit der Fregatte «Augsburg» beteiligt, hieß es. Wie der «Spiegel» berichtet, habe sich die Allianz auf eine Ausweitung der Anti-Terror-Patrouillen auf das ganze Mittelmeer Anfang Februar verständigt.