netzeitung.deAnti-Terror-Einsatz mit deutscher Beteiligung geplant

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Die Bundesregierung erwägt nach einem Zeitungsbericht die Beteiligung an einem Anti-Terror-Einsatz in der Straße von Gibraltar. Kommende Woche soll darüber entschieden werden.

Die deutsche Marine wird sich möglicherweise an einem neuen Anti-Terror-Einsatz in der Straße von Gibraltar beteiligen. Das berichtet der «Spiegel» unter Berufung auf das Bundesverteidigungsministerium. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte am Samstag in Berlin, eine Entscheidung über den Einsatz werde voraussichtlich in der nächsten Woche fallen.

Der «Spiegel» hatte zuvor berichtet, die Regierung erwäge die Entsendung von drei Raketenschnellbooten, die sich in der Meerenge zwischen Spanien und Marokko am Schutz des internationalen Seeverkehrs vor Terrorattacken beteiligen sollen. Zu ihren Aufgaben würde den Angaben zufolge auch der Geleitschutz für amerikanische und britische Kriegs- und Handelsschiffe gehören.

Anti-Terror-Einsätze im ganzen Mittelmeer
Derzeit sichere die NATO im Rahmen der Operation «Active Endeavour» das östliche Mittelmeer. Die deutsche Marine sei an dem Einsatz mit der Fregatte «Augsburg» beteiligt, hieß es.

Wie der «Spiegel» berichtet, habe sich die Allianz auf eine Ausweitung der Anti-Terror-Patrouillen auf das ganze Mittelmeer Anfang Februar verständigt.

«Enduring Freedom»
Im östlichen Mittelmeer ginge es im Wesentlichen um die Kontrolle von zivilen Schiffen. In der Straße von Gibraltar sollen die Raketenschnellboote den Planungen der NATO zufolge Schiffe der Anti-Terror-Allianz eskortieren.

Der Einsatz soll laut «Spiegel» der internationalen Anti-Terror Operation «Enduring Freedom» zugeordnet werden, an der Deutschland bereits mit rund 900 Soldaten beteiligt ist. Der Bundestag hatte dem Einsatz im November 2001 zugestimmt und das Mandat im November 2002 um ein Jahr verlängert. (nz)