21.10.2002
Herausgeber: netzeitung.de
Die indonesische Polizei verdächtigt den Islamistenführer Abu Baker Bashir, er habe die Präsidentin ermorden wollen. Gemeinsam mit Al-Qaeda-Mann Omar al Faruk soll er mehrere Anschlägen geplant haben. Thema: Terror-Krieg CIA: Bin Laden finanzierte Anschläge auf Bali Irakische Opposition vermutet Osama bin Laden in Bagdad Indonesischer Islamistenchef Bashir gefasst Indonesien beschließt Anti-Terror-Dekrete
Der indonesische Religionsführer Abu Baker Bashir steht bereits unter dem Verdacht, für die Attentate auf Bali verantwortlich zu sein, bei denen mehr als 180 Menschen starben. Möglicherweise ist er aber auch an einer Verschwörung beteiligt, die zum Ziel hatte, die indonesische Präsidentin Megawati Sukarnoputri zu töten. Zumindest sagte einer seiner Anwälte laut Agenturberichten, Bashir werde dessen verdächtigt.
Der Vorwurf sei in einem Brief aufgelistet, den die Polizei Bashir bei seiner Verhaftung ausgehändigt habe. Dagegen seien darin die Bombenanschläge von Bali nicht erwähnt, so der Anwalt.
Bashir droht die TodesstrafeDer Anwalt sagte auch, die Polizei wolle seinen Mandanten zu mehreren Anschlägen verhören, die in den vergangenen Jahren in Jakarta passiert sind. Die Vorwürfe sollen auf Aussagen basieren, die Omar al Faruk gegenüber amerikanischen Ermittlern gemacht hat. Der Mann war unter dem Verdacht, Al Qaeda-Führer für Südostasien zu sein, festgenommen und an die USA ausgeliefert worden.
Al Faruk soll in verschiedene Attentate verwickelt sein und unter anderem geplant haben, die Präsidentin zu ermorden. Bei diesen Plänen habe auch immer Bashir eine wichtige Rolle gespielt, soll al Faruk ausgesagt haben.
Der bestreitet jede Verbindung zu Terroristen und zu den Anschlägen. Seiner radikal-islamische Partei Jamaah Islamiah soll jedoch Verbindungen zu den Attentätern und zu Terroristen-Gruppen besitzen. Für jedes einzelne der ihm vorgeworfenen Verbrechen droht Bashir die Todesstrafe. (nz)