netzeitung.deAngriff auf Taliban-Lager bei Kandahar

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Bei einem Bombenangriff südlich der Stadt Kandahar haben die USA möglicherweise mehrere hochrangige Taliban getötet. Dort soll sich auch Milizenchef Mullah Omar befunden haben. Die Taliban behaupten jedoch, alle ihre Führer seien in Sicherheit. Thema: Kampf gegen den Terror Amnesty fordert Untersuchung von Gefängnis-Revolte USA vermuten in Afghanistan an 40 Orten Waffenlabors Die Hightech-Höhlen der Al Qaeda Taliban-Gegner rücken in Spin Boldak ein Chronologie Karte von Afghanistan

Die Lage in der umkämpften südafghanischen Region um Kandahar bleibt unklar. Die USA vermuten, bei dem Bombardement eines Taliban-Lagers in der Nacht zum Mittwoch erneut Mitglieder der afghanischen Taliban-Führung getötet zu haben. Dies sagte Verteidigungsminister Donald Rumsfeld im Bundesstaat Florida.

Das betroffene Lager sei von Führern der Taliban und der Terror- Organisation Al Qaeda benutzt worden. Der US- Fernsehsender CNN berichtete, der Angriff befohlen worden, nachdem die USA Hinweise erhalten hätten, dass sich Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar dort aufhalte.

Zwar könne man nicht sicher sein, wer bei den Angriffen getroffen wurde, sagte Rumsfeld. Die Piloten hätten jedoch von «guten Treffern» gesprochen.

Taliban dementieren
Die Taliban dementierten dies. Mullah Omar und andere wichtige Führer seien in Sicherheit, meldete die afghanische Nachrichtenagentur AIP. Taliban-Botschafter Abdul Salam Saif sagte, die Angriffe hätten das Haus eines örtlichen Regierungsvertreters südwestlich von Kandahar getroffen.

Bereits zuvor hatte der amerikanische Afghanistan-Oberbefehlshaber General Tommy Franks betont, dass sich die Jagd nach Taliban-Führern und Al-Qaeda-Chef Osama bin Laden auf die Gegend um Kandahar und ein Gebietsdreieck zwischen Kabul, Dschalalabad und dem Khyber-Pass an der Grenze zu Pakistan konzentriere.

In der afghanischen Stadt Spin Boldak an der pakistanischen Grenze sollen sich kleinere Taliban-Einheiten paschtunischen Kriegsherren ergeben haben. Entsprechende Berichte wurden aber noch nicht bestätigt. (nz)