Wieczorek-Zeuls Israel-Kritik erreicht Merkel
Trotz des Streits betonten Merkel und die Zentralrats-Präsidentin Charlotte Knobloch nach ihrem Treffen «die gute und vertrauensvolle Partnerschaft zwischen Zentralrat und Bundesregierung». An dem Treffen nahmen neben Knobloch und Korn für den Zentralrat auch der zweite Vizepräsident Dieter Graumann und Generalsekretär Stephan Kramer teil. Es sei «ein gutes und vertrauensvolles Gespräch» gewesen, sagte anschließend eine Regierungssprecherin.
Im Mittelpunkt stand demnach die Situation der jüdischen Gemeinden in Deutschland. Merkel habe dem Zentralrat für sein Engagement bei der Integration der seit 1991 nach Deutschland gekommenen jüdischen Zuwanderer gedankt, sagte die Sprecherin. Dies bleibe die vordringliche Aufgabe auch für die kommenden Jahre. Ein weiteres Thema seien die Lage im Nahen Osten und die Bemühungen Deutschlands im Rahmen der Vereinten Nationen um eine Stabilisierung im Libanon gewesen.
Das neue Präsidium des Zentralrats, das erstmals mit der Kanzlerin zusammentraf, habe Merkel für die freundschaftliche Haltung der Bundesregierung zu Israel während des Konfliktes mit dem Libanon gedankt, sagte Zentralrats- Generalsekretär Kramer. Das sei ein sehr positives Signal gewesen. Auch die Beteiligung von Marine-Einheiten der Bundeswehr an einer UN-Friedenstruppe im Nahen Osten werde vom Zentralrat begrüßt. (nz)

