29. Mai 2006 19:05
Zwar ist auch vier Wochen nach dem Tod von Paul Spiegel nichts entschieden. Dennoch hat die Münchenerin Knobloch gute Chancen, die erste Frau an der Spitze des Zentralrats der Juden zu werden.
«Die endgültige Entscheidung wird am 7. Juni fallen, bis dahin gibt es in dieser Frage nur Spekulation», sagte auch der Vizepräsident des Zentralrats, Salomon Korn, in Frankfurt. «Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich kandidiere oder nicht.» Die «Berliner Zeitung» hatte berichtet, der 62-Jährige wolle auf den Posten verzichten, weil für ihn ein Leben unter ständiger Bewachung nicht vorstellbar sei. Nach Informationen des Blattes hat sich der Zentralrat intern bereits auf die 73-jährige Charlotte Knobloch als neue Präsidentin verständigt.
Der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, nannte Knobloch allerdings am Montag als «wahrscheinliche Option». Neben der derzeitigen Vizepräsidentin gilt Korn als möglicher Spiegel-Nachfolger.