17.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Paul Spiegel in künstliches Koma versetzt
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland leidet an Blutkrebs. Behandelt wird Paul Spiegel auf der Intensivstation der Uniklinik Düsseldorf.
Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, leidet an einer Vorstufe von Leukämie. Zur Therapie haben Düsseldorfer Mediziner den 68-Jährigen in ein künstliches Koma versetzt, sagte der Generalsekretär des Zentralrates, Stephan J. Kramer, am Freitag in Berlin. Der «Bild»-Zeitung sagte Kramer, Spiegel sei «auf dem Weg der Besserung». Seine Ehefrau Gisèle und beide Töchter seien bei ihm.
Wie Kramer sagte, werden Spiegels Organen auf der Intensivstation der Düsseldorfer Uniklinik langsam ihre Vitalfunktionen wieder zurückgegeben. «Die Genesung geht in die richtige Richtung.» Er gehe gehe davon aus, dass Spiegel «in der zweiten Jahreshälfte wieder sein Amt ausüben» könne.
Der Düsseldorfer Unternehmer Spiegel war im Januar 2000 als Nachfolger von Ignatz Bubis vom Präsidium des Zentralrates zum obersten Repräsentanten der mittlerweile gut 100.000 in Deutschland lebenden Juden gewählt worden. Seine Stellvertreter sind die Vizepräsidenten des Zentralrates, Charlotte Knobloch (München) und Salomon Korn (Frankfurt/Main). (nz)