14.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Paul Spiegel
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Spiegel, ist nach einem Herzinfarkt auf dem Weg der Besserung. Er wird aber weiter ärztlich beobachtet und kann keine Termine wahrnehmen.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, hat enen Herzinfarkt gut überstanden. Wie ein Sprecher des Zentralrates in Berlin sagte, befinde sich der 68-Jährige auf dem Wege der Besserung. «Dank der raschen medizinischen Versorgung hat der Zentralratspräsident sich von diesem Infarkt bereits gut erholt», sagte der Sprecher.
Während der Behandlung seien Komplikationen in Form eines Infektes und einer Lungenentzündung aufgetreten, die aber hätten stabilisiert werden können. Der in Düsseldorf wohnende Spiegel werde mehrere Wochen unter der Aufsicht von Ärzten bleiben und bis Anfang Juli keine Termine wahrnehmen, sagte der Sprecher.
Spiegel hatte den Herzinfarkt bereits am 3. Februar erlitten. Zunächst war nur von dem Beginn eines Infrakts die Rede gewesen.
Seit rund 40 Jahren ist Spiegel, der die Verfolgung der NS-Zeit in Belgien überlebt hat, in jüdischen Gremien und Organisationen tätig. Im Januar 2000 war er als Nachfolger von Ignatz Bubis zum Zentralratspräsidenten und damit zum obersten politischen Vertreter von mittlerweile über 100.000 Juden in Deutschland gewählt worden. (nz)