Juden trauern um «engen Freund» Rau
Spiegel sagte, er sei zutiefst erschüttert und traurig über die Todesnachricht. Sein Mitgefühl gelte Raus «tapferer Frau und seinen Kindern». Er kenne Rau bereits aus dessen Zeit als Wuppertaler Oberbürgermeister vor 36 Jahren. «Ich bin sehr stolz darauf, dass er mich als seinen Freund bezeichnet hat», sagte Spiegel.
Auch die liberale World Union for Progressive Judasism kondolierte. Das Vorstandsmitglied Walter Homolka teilte in Belrin mit: «Ich weiß aus persönlichen Begegnungen, wie wichtig Johannes Rau die Aussöhnung von Juden und Christen in Deutschland war.»
Johannes Rau habe sich während seiner Zeit als Bundespräsident auch an die liberalen Juden in Deutschland gewandt, als er sich wünschte, dass «alle politisch Verantwortlichen weiterhin dafür arbeiten, dass alle Menschen in Deutschland friedlich und in guter Nachbarschaft miteinander leben können», so der Rabbiner, der am ersten Rabbinerseminar in Deutschland nach der Schoa in Potsdam lehrt. (nz)

