Die Körperschaftsrechte waren laut Seidler erst vor einigen Jahren durch eine Satzungsänderung des Zentralrates zur Aufnahmevoraussetzung gemacht worden. Mit der Verleihung der Körperschaftsrechte an den liberalen Landesverband sei diese formale Aufnahmevoraussetzung erfüllt, fügte sie hinzu. Auf positive Resonanz stieß die Entscheidung des Landes Niedersachsen auch bei der Weltunion für Progressives Judentum. Rabbiner Walter Homolka, Mitglied des Vorstandes der Weltunion, sagte, der Zentralrat habe es nun «in der Hand, seinen Anspruch auf Vertretung aller Juden in Deutschland zu verwirklichen». Homolka: «Jetzt vertraue ich auf Paul Spiegel.» (nz)