netzeitung.deSpiegel sieht jüdische Gemeinden bedroht

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Paul Spiegel (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Die Israel-Hetze des iranischen Präsidenten haben den Zentralrat der Juden in Deutschland alarmiert. Präsident Spiegel hält Attacken islamistischer Fanatiker auf jüdische Gemeinden für möglich.

Nach der Äußerung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, Israel müsse von der Landkarte radiert werden, befürchten die jüdischen Gemeinden in Deutschland neue Angriffe von Extremisten. «Ich sehe die Sicherheit der Gemeinden zusätzlich gefährdet», sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, dem «Tagesspiegel». Es sei zu befürchten, dass islamistische Fanatiker sich nun erst recht ermutigt fühlen, jüdische Gemeinden zu attackieren.

Laut Spiegel zielt die Äußerung Ahmadinedschads auf die «Auslöschung Israels». Spätestens jetzt müssten der Welt die Augen geöffnet sein «für die Gefahr, die von Iran ausgeht». Dies gelte vor allem für die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm.

Spiegel schloss sich dem Protest gegen den für Sonnabend geplanten Islamistenaufmarsch in Berlin an. An dem so genannten Al-Quds-Tag wollen die Extremisten für die «Befreiung» Jerusalems von den Israelis demonstrieren. Den Al-Quds-Tag als weltweite Protestkampagne gegen Israel hatte der iranische Revolutionsführer Khomeiny 1979 eingeführt.

In Berlin protestieren laut «Tagesspiegel» inzwischen mehr als 170 Einzelpersonen und Vereinigungen gegen den Aufmarsch der Islamisten. Dem Aufruf des Berliner Bündnisses gegen den Al-Quds-Tag hätten sich unter anderem FDP-Generalsekretär Dirk Niebel und der ehemalige Bundesfinanzminister und jetzige Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Manfred Lahnstein, angeschlossen, schreibt das Blatt. (nz)