05. Mrz 2005 17:46
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Spiegel, ist zu einem Gespräch mit Schriftssteller Hochhuth bereit. Dieser entschuldigte sich für seine Verteidigung des Holocaust-Leugners Irving.
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, sagte daraufhin, er sei nun doch zu einem Gespräch mit Hochhuth bereit. Bisher hatte Spiegel laut der ARD ein Treffen mit dem Schriftsteller wegen dessen Äußerung ausgeschlossen. Hochhuths Entschuldigung ändere dies jedoch, sagte der Zentralratspräsident der ARD. Der 73-jährige Hochhuth hatte vor zwei Wochen in einem Interview mit der Wochenzeitung «Junge Freiheit» gesagt, der Vorwurf, Irving sei ein Holocaust-Leugner, sei «einfach idiotisch». Als er davon erfahren habe, sei für ihn «eine Welt zusammengebrochen», zitiert die ARD Spiegel. «Ich habe ihn immer bewundert. Aber da sah ich nun keinen Gesprächsbedarf mehr.»
Die ARD sendet den Beitrag am Sonntag um 23.00 Uhr im Kulturmagazin «Titel, Thesen, Temperamente». (nz)