Hochhuth will öffentlich mit Spiegel reden
Der Literaturgesellschaft, die nach der von den Nationalsozialisten verfolgten Dichterin Lasker-Schüler benannt ist, hatte Hochhuth in einer Stellungnahme am Donnerstag mitgeteilt: «Ich bedaure es aufrichtig, wenn durch das Interview in der Zeitschrift 'Junge Freiheit' Gefühle der jüdischen Bürger verletzt worden sein sollten. Nichts lag mir ferner.»
Hochhuths Interview und die Verteidigung des Holocaust-Leugners David Irving sei eine «Riesendummheit» gewesen, sagte Jahn. Der ELS hatte Hochhuth gesagt: «Wer mein Lebenswerk kennt, der weiß, dass ich alles andere als ein Holocaust-Leugner bin.» Im Gegenteil, er klage in seinen Beiträgen die Verbrechen Hitlers und der Nationalsozialisten an.
«Ich habe nicht den Rechten das Wort reden wollen», sagte Hochhuth über sein massiv in die Kritik geratenes Interview mit der «Jungen Freiheit», in der er den Briten Irving als seriösen Historiker bezeichnet hatte. Nach eigenen Angaben habe er «diese Zeitschrift» vorher nicht gekannt. (nz)
